In Zug blieb am Wochenende der Dreck liegen

In Zug blieb am Wochenende der Dreck liegen

Gefäss: 

Ein schönes Sommerwochenende heisst für die Stadt Zug fünf bis sieben Kubikmeter liegengelassener Abfall und eine Menge an zusätzlicher Arbeit für die Mitarbeitenden des Werkhofs. «Besonders an den Wochenenden entsteht für uns ein unverhältnismässiger und wachsender Mehraufwand bei der Stadtreinigung», stellt Stadtrat André Wicki fest. Deshalb sucht die Stadt Zug Mittel und Wege, um dem Problem Littering kurz- und langfristig entgegenzuwirken. Letztes Wochenende wurde eine drastische Massnahme ergriffen um die Bevölkerung für die Littering-Thematik zu sensibilisieren: Sämtliche Zuger Parks und öffentliche Anlagen, inklusive der problematischen Seepromenade, wurden für einmal nicht gereinigt. 

Als weitere Massnahme setzt die Stadt Zug während der warmen Jahreszeit vermehrt Patrouillen ein. Diese können Ermahnungen aussprechen und in schwerwiegenden Fällen auch Anzeige erstatten. Nach Einführung des kantonalen Übertretungsstrafgesetzes im Jahr 2013 können sie auch Litteringbussen verteilen. Zudem überprüft die Stadt die Abfallstandorte und baut diese wo nötig aus. Auch Veranstalter von Grossanlässen und Inhaber von Take-Away-Betrieben sind in der Pflicht: Sie werden sich künftig an den Kosten für den Reinigungsaufwand beteiligen müssen. Die Prävention nimmt ebenfalls einen wichtigen Stellenwert ein: Bereits in der Schule sollen sich die Kinder mit dem Thema Littering auseinandersetzen.

80 neue Aschenbecher in Basel

Punkto Littering gelten Raucher als problematische Gruppe. Obwohl allseits bekannt ist, dass unsachgemäss entsorgte Zigarettenstummel für die Umwelt eine grosse Belastung darstellen, werden sie dennoch oft achtlos weggeworfen. In Basel macht man den Rauchern die korrekte Entsorgung künftig leichter: 80 neue Abfallkübel mit Aschenbecher hat die Stadtreinigung des Tiefbauamtes Basel-Stadt in den vergangenen Tagen an zentralen Orten in der Stadt montiert. Sie ersetzen die bisherigen Abfallkübel ohne Aschenbecher. Die neuen Kübel werden nun getestet. Erste Beobachtungen der Stadtreinigung zeigen bereits, dass es im Umkreis der neuen Kübel weniger Zigarettenstummel auf dem Boden gibt. (aes/mgt)

 

Link zum Abschlussbericht der Zuger Arbeitsgruppe Massnahmen gegen Littering