Winterthur muss bis 2030 rund 100 neue Schulklassen schaffen

Winterthur muss bis 2030 rund 100 neue Schulklassen schaffen

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Teaserbild-Quelle: Bild: Maria Grazia Montagnari (CC BY 2.0)

Wie schon die letzten Hochrechnungen zeige auch der aktuelle Bericht eine weitere, signifikante Zunahme an Schüler- und Klassenzahlen für die nächsten 15 Jahre auf, teilt die Stadt Winterthur mit. Die Anzahl der vorschulpflichtigen Kinder habe in den vergangenen zehn Jahren um 24 Prozent zugenommen und werde gemäss neuester Prognose bis 2030 um weitere 4 Prozent ansteigen.
 
Momentan besuchen in Winterthur knapp 10 500 Schülerinnen und Schüler in 531 Klassen - 117 davon sind Kindergarten-, 294 Primar- und 120 Sekundarklassen - den Unterricht. Elf dieser Klassen sind sogenannte Spezialklassen. Bis zum Schuljahr 2030/31 werden 627 Klassen und 12 587 Schülerinnen und Schüler prognostiziert.
 
Winterthur verfügt im aktuellen Schuljahr über 1477 Betreuungsplätze und betreut knapp 2600 Kinder. Die Stadt gehe davon aus, dass sich die Betreuungsquoten im Bereich von 30 bis 45 Prozent einpendeln werden. Dies würde bis 2030 rund 610 zusätzliche Betreuungsplätze notwendig machen.

Die seit 2010 eingeleiteten Massnahmen mit Neubauten, Pavillonbauten und Optimierung der Raumbelegung hätten dazu geführt, dass der Schulraumbedarf bis 2030 weitgehend abgedeckt werden könne, heisst es weiter. Nur in einzelnen Gebieten bestehe bis 2030 Handlungsbedarf. Für diesen prüfe man derzeit verschiedene Lösungsansätze.

Schulhaus erweitern

Einen Schritt weiter ist die Stadt im Gebiet Dättnau/Laubegg, wo momentan vier Klassen in einem Provisorium untergebracht sind. Um den mittelfristigen Bedarf abdecken zu können, müssen zusätzliche Klassenzimmer, Gruppenräume, ein Handarbeitsraum und Arbeitsplätze für Lehrpersonen erstellt werden. Der Stadtrat will deshalb das Schulhaus Laubegg mit einem viergeschossigen Anbau erweitern.

Die Kosten dafür werden auf rund fünf Millionen Franken geschätzt. Der Anbau soll im zweiten Quartal 2019 bezogen werden. Der Ball liegt momentan bei den Departementen Schule und Sport sowie Bau, die dem Stadtrat aufzeigen sollen, wie das Bauvorhaben möglichst rasch realisiert werden kann.

Zudem kündigt der Stadtrat für die kommenden zehn Jahre verschiedene Sanierungsarbeiten bei den bestehenden Schulgebäuden der Stadt an, «um die Bausubstanz zu erhalten und um einen sicheren Betrieb weiterhin gewährleisten zu können». (sda/aes)