Weniger Tote, aber mehr Schwerverletzte auf der Strasse

Weniger Tote, aber mehr Schwerverletzte auf der Strasse

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Teaserbild-Quelle: Bild: Steven Damron/Flickr

Insgesamt sind im ersten Halbjahr bei Verkehrsunfällen in der Schweiz 115 Personen gestorben, das sind sieben Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2013. Dies geht aus der Halbjahresstatistik des Bundesamtes für Strassen (Astra) hervor. Die Zahl der Schwerverletzten stieg hingegen um 182 auf 1911 Personen, was einer Zunahme von elf Prozent entspricht.

Mehr schwerverletzte Velofahrer...

Autofahrer waren im Schnitt sicherer unterwegs, hier gab es weniger getötete und schwerverletzte Personen. Bei den Zweiradfahrern hat die Zahl der schweren Unfälle hingegen zugenommen. Besonders ausgeprägt war der Anstieg bei den Velofahrern.

Die Zahl der schwerverletzten Fahrradfahrer ist um 51 Prozent angestiegen, von 272 Personen im ersten Halbjahr 2013 auf 411 Personen im ersten Halbjahr 2014. Fast doppelt so viele Velofahrer sind tödlich verunglückt wie in der Vorjahresperiode.
 
Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) zeigte sich besorgt über diese Entwicklung.  Er appelliere an die kantonalen Behörden und den Bund, die schwachen Verkehrsteilnehmenden besser zu schützen, schreibt der VCS in einer Mitteilung. Eine der wirksamsten Massnahmen seien Temporeduktionen, doch es brauche auch bauliche Verbesserungen wie Velowege.

...weniger getötete Fussgänger

Die Zahl der Todesfälle liegt mit 15 verstorbenen Fahrradfahrern allerdings auf relativ tiefem Niveau. Am häufigsten kommen nach wie vor Personen in Autos ums Leben (45), gefolgt von Motorradfahrern (29) und Fussgängern (15). Bei den tödlich verunfallten Fussgängern wurde ein neuer Tiefstand erreicht. In der Vorjahresperiode waren noch 25 Fussgänger bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen.

Schnellfahrer und betrunkene Personen haben deutlich weniger Todesfälle verursacht als noch in der Vorjahresperiode. Der Rückgang beträgt 48 respektive 35 Prozent. Insgesamt kamen im ersten Halbjahr 2014 13 Personen wegen betrunkenen oder zu schnell fahrenden Verkehrsteilnehmern ums Leben. «Möglicherweise zeigen die Massnahmen aus den ersten beiden "Via sicura"-Pakten betreffend Raser sowie betreffend Fahrverbot unter Alkoholeinfluss für Neulenkende und Berufschauffeure bereits Wirkung», schreibt das Astra. (sda/aes)