Weitere 80 illegale Bauprojekte in Verbier identifiziert

Weitere 80 illegale Bauprojekte in Verbier identifiziert

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Teaserbild-Quelle: Bild: Norbert Aepli (CC BY 2.5)

Im Februar kam heraus, dass in Bagnes VS, zu der auch der bekannte Wintersportort Verbier gehört, 15 Bauprojekte bewilligt wurden, welche gegen die kantonale Bauordnung, die Lex Koller oder das Zweitwohnungsgesetz verstiessen (mehr dazu hier).

Der Gemeindepräsident von Bagnes, Eloi Rossier (CVP), gab nun bekannt, dass die Gemeinde zusätzlich rund 80 illegale Bauprojekte in Verbier identifiziert hat, für welche sie zwischen 2009 und 2012 Baubewilligungen erteilt hatte. Nun will sie alle Dossiers in Ordnung bringen. Bei der Mehrheit der 80 Dossiers gehe es um kleinere Fälle, welche mit einer Busse geahndet würden. In den anderen Fällen gebe es zwei Sanktionsmöglichkeiten: zum einen eine gesetzeskonforme Instandsetzung der betreffenden Bauten und zum anderen eine Wiederholung des gesamten Baubewilligungsverfahrens inklusive einer Busse.

Zweitwohnung des Vizegemeindepräsidents betroffen

Von der Bauaffäre betroffen ist offenbar auch der Vizegemeindepräsident von Bagnes, wie bekannt wurde. Dieser besitzt ein Chalet, das er seinem Neffen als Hauptwohnsitz vermietet, von Zeit zu Zeit selber aber auch als Zweitwohnung nutzt.

Dem Exekutivmitglied der Gemeinde wurde es untersagt, sein Chalet weiterhin zu nutzen. Jedoch kann der betroffene Vizepräsident den Entscheid noch anfechten.

Das letzte Wort wird die Justiz haben. Die Situation ist rechtlich heikel, da die umstrittenen Bauprojekte von der Gemeinde selber bewilligt worden waren. (Jovana Djuric/sda/aes)