Wegen Schulleiter: Knatsch an Klotener Sekundarschule

Wegen Schulleiter: Knatsch an Klotener Sekundarschule

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Seit 2007 sind in der Stadt Kloten Schulleitungen eingeführt – insgesamt 6 Schulleitungen führen 250 Lehrpersonen in den Kindergärten, den Primar- und Sekundarschulen in Kloten. Die Besetzung der Schulleitungsstellen, ihre Kompetenzen und Aufgaben sind seit langem geregelt und würden eigentlich problemlos umgesetzt, teilt die Stadt Kloten mit – bis auf die Sekundarschule Spitz.

«Viele Lehrpersonen an der Sekundarschule Spitz haben trotz dieser langjährigen Veränderungen im Kanton Zürich und in der Stadt Kloten eine stark basisdemokratisch ausgerichtete Mitbestimmungs- und Führungskultur beibehalten wollen, was immer wieder zu Diskussionen mit der Schulbehörde und der Geschäftsleitung geführt hatte», heisst es weiter.

Zugespitzt hättten sich die Konflikte über unterschiedliche Führungsauffassungen bei der Wahl einer neuen Schulleitung im Januar 2014 – viele Lehrpersonen im Sekundarschulhaus Spitz wollten die Regeln der Schulleiterwahl nicht akzeptieren und kündigten kollektiv die Verweigerung der Zusammenarbeit mit ihrem neuen Vorgesetzten an. Unter anderem begründeten dies die Lehrpersonen damit, der Werdegang des neuen Schulleiters passe ihnen nicht.

«Lehrer verweigern das Gespräch»

Die Bemühungen der bisherigen Schulpräsidentin Corinne Thomet und des neuen Schulpräsidenten Roger Isler, den Konflikt beizulegen, führten zu keiner befriedigenden Lösung. Unter anderem bot die Schulbehörde an, die Einführung der neuen Schulleitung durch einen Moderations- und Teamfindungsprozess mit Hilfe externer Berater zu begleiten. «Nachdem die betroffenen Lehrpersonen Gesprächseinladungen keine Folge leisteten, gemeinsam gegen die Schulbehörde einen Anwalt beauftragten und ihre Loyalität zum Arbeitgeber und die Anerkennung der Regeln ausdrücklich abgelehnt haben, sah sich die Schulbehörde – in Absprache mit dem kantonalen Volksschulamt – leider gezwungen, Verwarnungen und weitere Massnahmen auszusprechen», so die Medienmitteilung der Stadt Kloten.

Einige derjenigen Lehrpersonen, die zur Zusammenarbeit mit der Schulbehörde und der neuen Schulleitung bereit gewesen wären, haben aufgrund der Konfliktsituation im Schulhaus daraufhin ihre Stelle gekündigt.

Konflikt erreicht Elternschaft

«Nun haben einzelne Lehrpersonen Schülerinnen und Schüler verunsichert und den Konflikt in die Elternschaft getragen. Die Schulbehörde ist mit einer Fülle von Solidaritätsbekundungen von Eltern mit den Lehrpersonen konfrontiert, die ohne Kenntnis der Hintergründe erfolgen», meint die Stadt lecht säuerlich. «Ich bedaure, dass die Lehrpersonen diesen Konflikt auf dem Buckel der Schülerinnen und Schüler austragen. Wir werden nicht zulassen, dass die Interessen der Schülerinnen und Schüler beeinträchtigt werden», sagt Schulpräsident Roger Isler.

Der neue Schulleiter hat unterdessen seine Tätigkeit aufgenommen, führt mit allen Lehrpersonen Gespräche und versucht seinerseits, den Konflikt beizulegen. «Der Schulbehörde und Geschäftsleitung liegt sehr viel daran, die Sekundarschule Spitz auch künftig als gut funktionierenden Schulbetrieb weiterzuführen. Ziel ist es, dass Schulleitung, Geschäftsleitung, Schulbehörde und Lehrerschaft als kollegiales Gremium mit gegenseitigem Respekt und Akzeptanz der Rolle des anderen zusammenarbeiten können», so das Communiqué der Flughafenstadt. (aes/mgt)