Das Schweizer E-Government ist auf Kurs

Das Schweizer E-Government ist auf Kurs

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Laut dem 14. Statusbericht «eGovernment Benchmark» der Europäischen Kommission verbesserte sich die Schweiz im Vergleich zum Vorjahr in fast allen untersuchten Bereichen. Aufholbedarf besteht im Ausbau der technischen Schlüsselmodule.

Onlinedienste werden unter die Lupe genommen.
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Die Europäische Kommission nimmt jedes Jahr die E-Government-Dienste von über 30 Ländern unter die Lupe.

Der neuste Statusbericht der Europäischen Kommission zeigt: In Sachen Benutzerorientierung (siehe Box) liegt die Schweiz mit 78 Prozent im EU-Durchschnitt (80 Prozent). Die Schweizer Behörden bieten ihre Online-Dienstleistungen vermehrt medienbruchfrei an.

Verbesserungspotenzial bei Nachvollziehbarkeit

Die Benutzerfreundlichkeit von Internetseiten der Schweizer Behörden ist mit 93 Prozent hoch und über dem europäischen Mittel. Eine Steigerung zeigt sich auch in der Transparenz bezüglich Informationen zu den eigenen Verantwortlichkeiten und Leistungen (71 Prozent).

In der Nachvollziehbarkeit der Online-Transaktionen und Verwendung persönlicher Daten besteht noch Verbesserungspotenzial, kommt die Europäische Kommission zum Schluss.

Rückgang bei grenzüberschreitender Mobilität

Aufholbedarf zeigt sich gemäss Statusbericht im Bereich der Basismodule wie der elektronischen Identität (E-ID) oder authentischen Quellen (zentrale Datenregister). Ein leichter Rückgang bei allen untersuchten Staaten zeigt sich in der grenzüberschreitenden Mobilität, das heisst der Nutzung von nationalen E-Government-Dienstleistungen über die Landesgrenze hinaus.

Dies lässt sich auch damit erklären, dass die E-ID eine wichtige grenzüberschreitende Anwendung ist. Im Rahmen der E-Government-Strategie Schweiz sollen diese Basisinfrastrukturen etabliert werden, wie das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) in einer Mitteilung schreibt. (mgt/nsi)

Statusbericht der Europäischen Kommission

Seit 2001 lässt die Europäische Kommission die Entwicklung des E-Government-Angebotes untersuchen. Der veröffentlichte Statusbericht 2017 umfasst die 28 EU-Länder sowie Island, Norwegen, Serbien, Montenegro, die Schweiz und die Türkei.

Im Rahmen der vier Lebensereignisse Studieren, Familienleben, Arbeitslosigkeit und Arbeitssuche sowie Arbeit von Unternehmen oder Privatpersonen untersucht die diesjährige Studie das Online-Angebot öffentlicher Verwaltungen. Gemessen werden vier Hauptindikatoren, nämlich Nutzerorientierung, grenzübergreifende Mobilität, Transparenz und Basismodule. Die Bewertung dieser Dienstleistungen orientieren sich am «eGovernment Action Plan 2016-2020» der EU. (mgt)