Stadt Bern überprüft neu Lohngleichheit bei Auftragsvergabe

Stadt Bern überprüft neu Lohngleichheit bei Auftragsvergabe

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Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit: Diesen Verfassungsgrundsatz will die Stadt Bern in all ihren Wirkungsfeldern konsequent umsetzen. Im Rahmen des Projektes «Lohngleichheit bei der Auftragsvergabe der Stadt Bern» wird neu die Einhaltung der Lohngleichheit im Beschaffungswesen und bei Organisationen mit städtischen Leistungsverträgen überprüft.

Lohngleichheit
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Die Stadt Bern führt ihr Engagement gegen Lohndiskriminierung auf eine neue Ebene: Ab sofort fodert sie auch bei Beschaffungen Lohngleichheit von Mann und Frau ein.

Im Rahmen des «Aktionsplans zur Gleichstellung von Frauen und Männern 2015 – 2018» hat der Berner Gemeinderat sich zum Ziel gesetzt, die Lohngleichheit im gesamten Einflussbereich der Stadt Bern zu fördern. Bereits seit 2006 werden die Löhne in der Stadtverwaltung regelmässig überprüft. Mit der Unterzeichnung der Charta zur Lohngleichheit im öffentlichen Sektor 2016 intensivierte die Stadt Bern ihr Engagement.

Der nächste Schritt erfolgt nun mit der Überprüfung der Lohngleichheit bei der Auftragsvergabe an Dritte. Ab sofort werden Stichprobenkontrollen bei Unternehmen durchgeführt, die im Rahmen des Beschaffungswesens den Zuschlag für einen städtischen Auftrag erhalten haben. Ebenso wird neu die Lohngleichheit bei Organisationen mit städtischen Leistungsverträgen überprüft.

Systematische Lohndiskriminierungen erkennen

Die Projektverantwortung liegt bei der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Bern. Die Überprüfungen erfolgen durch externe Fachpersonen mittels Standard-Analysemethoden des Bundes. Sie ermöglichen es, systematische Lohndiskriminierungen im Betrieb zu erkennen. Diese müssen innert einer vorgegebenen Frist behoben werden, um eine Überprüfung erfolgreich abzuschliessen.

Das Projekt dauert bis Ende 2019 und hat zum Ziel, Modalitäten für regelmässige Überprüfungen festzulegen sowie anschliessend zu implementieren. Damit will der Gemeinderat längerfristig sicherstellen, dass Gelder der öffentlichen Hand nur in Unternehmen und Organisationen fliessen, die Frauen und Männern für gleichwertige Arbeit gleiche Löhne bezahlen. (mgt/aes)