Die Schweiz erhält neue Koordinaten

Die Schweiz erhält neue Koordinaten

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Teaserbild-Quelle: Bild: Swisstopo

Gegenüber der Neuvermessung mit satellitengestützten Messmethoden weisen die heute noch benutzten Koordinaten der Landesvermessung von 1903 zwischen Genf und dem Unterengadin Differenzen von zwei bis drei Metern auf.

Um die neu bestimmten Koordinaten von den alten unterscheiden zu können, wird den bisherigen sechsstelligen Koordinaten nun eine siebte Zahl vorangestellt. In der Nord-Süd-Richtung ist es eine 1, in der West-Ost-Richtung eine 2. Der Ausgangspunkt der Schweizer Koordinaten in der alten Sternwarte Bern erhält somit die neuen Koordinaten:

E = 2‘600’000 m [Ost]; N = 1‘200’000 m [Nord]

Für Wanderer unbedeutend – für Geometer unerlässlich
Mit den Nachführungen der Landeskartenblätter 1:25‘000 von Basel (1047), Rodersdorf (1066), Damvant (1084) und Montbéliard (1064) sind Ende September die neuen Koordinaten erstmals in gedruckter Form erschienen. Für die normale Nutzerin und den normalen Nutzer ändert sich durch die Koordinatenumstellung – ausser der neuen Bezeichnung – kaum etwas. Auch auf den Inhalt der Karten gibt es keine Auswirkungen.

Hingegen sind die Änderungen wichtig für Vermessungs- und Baufachleute und für alle Personen, die hohe Ansprüche an die Genauigkeit ihrer Geodaten stellen. Gerade bei grenzüberschreitenden Vorhaben oder Grossprojekten wie beispielsweise AlpTransit, sind die neuen Koordinaten eine Voraussetzung für genaues und effizientes Arbeiten.

Schrittweise Einführung
In der amtlichen Vermessung erfolgt die Einführung der neuen Koordinaten kantonsweise. Sie soll im Jahr 2016 abgeschlossen sein.

Auf den Produkten von swisstopo werden während einer Übergangsphase noch die bisherigen oder die neuen Koordinaten verwendet. Spätestens bis 2018 werden dann auf allen Landeskarten die neuen Werte enthalten sein. (mgt/aes)

Die neuen Koordinaten der Schweiz im Internet