Renens gewinnt Green Award 2017

Renens gewinnt Green Award 2017

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Teaserbild-Quelle: Bild: zvg

Ein Schweizer Kehrichtsack enthält durchschnittlich rund 30 Prozent organischen Abfall. Doch dieser Grünabfall kann energetisch besser genutzt werden als in einer Kehrichtverbrennungsanlage. Es lässt sich daraus Strom, Wärme, Treibstoff und zusätzlich auch Kompost gewinnen.

Dieses Potenzial hat die Waadtländer Stadt Renens (20 000 Einwohner) schon früh erkannt und unternimmt viel, um den Wertstoff Biomasse in die richtigen Bahnen zu lenken.

Unkompliziertes Sammelsystem

Eine gute Aufklärung und breite Information ist das A und O des preisgekrönten Grüngut-Managements von Renens. Humorvoll illustrierte Flyer, mehrsprachige Abfallkalender und leicht auffindbare Merkblätter im Internet informieren umfassend über das separate Sammeln von Grünabfällen. Zusätzlich werben Arbeitslose und Freiwillige als Botschafter für dieses Anliegen. Beides bewirkt eine hohe Motivation bei der Bevölkerung.

Renens unterstützt den Sammelwillen der Bevölkerung mit ihrem unkomplizierten Abfallsystem. Ein- bis zweimal wöchentlich leert sie die braunen Container, die direkt bei der Gemeinde bezogen werden können. Entgegen genommen werden praktisch alle biogenen Abfälle – auch gekochte Speiseabfälle und verholzte Gartenabfälle.

Die Entsorgung der Grünabfälle ist mit einer Pauschalgebühr finanziert. Damit schafft Renens zusätzlich einen finanziellen Anreiz. Der Restmüll wird über eine Sackgebühr finanziert.

Hochwertiger Kompost als Dankeschön

Das Sammelgut lässt Renens in der nahegelegenen Anlage des Unternehmens Ecorecyclage SA in Lavigny verarbeiten. Dort entsteht aus der Biomasse klimafreundliches Biogas, hochwertiger Kompost und Dünger. Das Biogas wird ins regionale Erdgasnetz eingespeist. Den lokal produzierten Kompost stellt Renens gratis oder zu günstigen Preisen den Bewohnern der Gemeinde zur Verfügung. So schliesst sich der Stoffkreislauf vor Ort und auch die Bevölkerung profitiert.

Mit dem Green Award zeichnet Biomasse Suisse Schweizer Gemeinden oder Zweckverbände aus, die sich durch ein vorbildliches Grüngut-Management hervorheben. Die Beurteilungskriterien umfassen alle Bereiche von der Sensibilisierung und Information der Bevölkerung über die Sammeldienste bis hin zur Grüngutverwertung. Der Preis ist mit insgesamt 6000 Franken dotiert und wird an die drei Erstplatzierten vergeben.

Hinter Renens klassierten sich die Gemeinden Sauge BE und Plan-les Ouates GE auf den weiteren Podestplätzen. (mgt/aes)

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