Gemeinden tragen zur Schonung der Ressourcen bei

Gemeinden tragen zur Schonung der Ressourcen bei

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Teaserbild-Quelle: PET-Recycling Schweiz

Die neueste Erhebung des «Cercle Indicateurs» zeigt auf, dass fast alle untersuchten Städte den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch erhöht und die Abfallmengen reduziert haben. Zudem zieht das No-Littering-Label der Interessengemeinschaft für eine saubere Umwelt (IGSU) sechs Monate nach dem Start eine positive Zwischenbilanz.

Der «Cercle Indicateurs» ist ein Netzwerk von Bund, Kantonen und Städten, das zum Ziel hat, zu messen, wie nachhaltig die Entwicklungen in den Kantonen und Städten verläuft. Die Erhebungen stützen sich auf rund 30 Indikatoren aus den Dimensionen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2005 erheben die teilnehmenden Kantone ihre Daten alle zwei Jahre und die Städte alle vier Jahre. Die Bundesämter für Raumentwicklung (ARE), Statistik (BFS) sowie Umwelt (Bafu) unterstützen die Erhebungen, um die nachhaltige Entwicklung zu fördern.

An der diesjährigen Ausgabe des «Cercle Indicateurs» nahmen 18 Kantone sowie die 27 Städte Baden, Basel, Biel, Binningen, Bülach, Bulle, Burgdorf, Frauenfeld, Freiburg, Genf, Illnau-Effretikon, Lancy, Lausanne, Luzern, Meyrin, Montreux, Nyon, Onex, Orbe, Renens, Solothurn, St. Gallen, Wallisellen, Winterthur, Yverdon-les-Bains, Zürich und Zug teil .

Immer mehr erneuerbare Energien ...

Wie die aktuelle Erhebung belegt, haben die beteiligten Städte und Kantone insgesamt positive Beiträge zur Schonung der natürlichen Ressourcen geleistet. So ist in den beteiligten Städten seit der letzten grossen Erhebung vor vier Jahren der Pro-Kopf-Stromverbrauch gesunken. Auch der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in den Städten wurde gesteigert.

Bereits drei Städte decken ihren Stromverbrauch zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien, sechs weitere Städte zu über 90 Prozent. Die Luftqualität hat sich insgesamt in den beteiligten Städten verbessert, ist aber noch nicht gut genug. Diese positive Entwicklung wurde auch in den beteiligten Kantonen festgestellt.

... und weniger Abfall

Obwohl die Siedlungsabfälle in der Schweiz weiterhin zunehmen, zeigen die Daten der beteiligten Städte und Kantone, dass ihr Engagement beim Recycling Früchte trägt. So lassen sich in fast allen beteiligten Städten und Kantonen sinkende Pro-Kopf-Mengen an Abfällen feststellen, die nicht rezykliert werden und in der Abfallverbrennung landen.

Die Quoten separat gesammelter Abfälle (Papier und Karton; Glas; Altmetall, Alu und Weissblech) haben sich in den letzten Jahren zwischen dreissig und vierzig Prozent eingependelt. Es gibt aber auch Kantone, die Quoten von mehr als vierzig Prozent ausweisen.

No-Littering-Label erfolgreich gestartet

Gegen Littering engagierte Gemeinden und Schulen können seit Mai 2017 bei der Interessengemeinschaft saubere Umwelt (IGSU) das No-Littering-Label beantragen. 20 Städte, 18 Gemeinden und 27 Schulen wurden bisher damit ausgezeichnet. Um das Label zu erhalten, müssen sich die Institutionen zu einem Anforderungskatalog bekennen und ein Leistungsversprechen abgeben, in dem sie aufzeigen, welche Massnahmen gegen Littering sie im entsprechenden Kalenderjahr durchführen.

Eine Umfrage nach dem ersten halben Jahr zeige nun, dass das Label seine Hauptaufgabe erfüllt und seine Träger bei der Öffentlichkeitsarbeit wirksam unterstützen könne, teilt die IGSU mit.

So war beispielsweise Frédéric Mazanek, Mitarbeiter Bauamt in Sion, erstaunt über das grosse Medienecho nach dem Erhalt des Labels: «Wir waren äusserst positiv überrascht über die vielen Rückmeldungen, die wir erhielten. Es meldeten sich auch viele Gemeinden und Schulen aus der Region, die uns gratulierten und sich erkundigten, welche Massnahmen gegen Littering wir ergriffen haben, sodass wir das Label erhalten haben.» (aes/mgt)