Es droht ein Fachkräftemangel im Wald

Es droht ein Fachkräftemangel im Wald

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Teaserbild-Quelle: Bild: Zvg

In der Forstbranche zeichnet sich ein Mangel an Fachkräften ab, in erster Linie bei den Förstern. Wer Förster werden will, muss erst eine Lehre als Forstwart machen. Es sei nun dringend nötig, an der Natur interessierte, motivierte Schulabgänger auf die Waldberufe aufmerksam zu machen, teilt das Forstamt Thurgau mit.

Bei den Förstern ist die Situation besonders kritisch. 50 Prozent aller aktuell beschäftigten Förster werden innerhalb der nächsten 15 Jahre pensioniert. Im Thurgau liegt der Anteil sogar noch höher. Die durchschnittliche Anzahl frisch ausgebildeter Förster ist derzeit deutlich zu tief, um die Abgänge kompensieren zu können. Da eine Forstwartlehre Voraussetzung für die Försterausbildung ist, sollen mehr geeignete Schulabgänger für die Forstwartausbildung und die entsprechende Weiterbildung zum Förster zu begeistert werden. 

Eine Forstwartlehre dauert drei Jahre. Anschliessend, so erklärt Ausbildungsleiter Mathias Rickenbach vom Forstamt Thurgau, gibt es verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten, darunter Vorarbeiter, Maschinist oder Seilkraneinsatzleiter.

Förster auch in anderen Branchen begehrt

Mit zwei Jahren Berufserfahrung als Forstwart kann aber auch die Försterschule in Maienfeld oder in Lyss besucht werden, diese Lehrgang dauert zwei Jahre. Absolviert man eine Berufsmatura so besteht auch die Möglichkeit für ein Forstingenieurstudium. Forstwarte sind dank ihrer breiten Ausbildung und ihrer Bereitschaft zu körperlicher Arbeit auch in anderen Branchen gerne gesehen. 

Der Forstwartberuf ist interessant, abwechslungsreich und verantwortungsvoll: Im Herbst und Winter werden vorwiegend Holzschläge ausgeführt, im Frühling und Sommer sorgen Forstwarte dafür, dass junge Bäume wachsen und gedeihen. Weitere Aufgaben sind der Unterhalt von Waldstrassen, kleine Baustellen zur Hangsicherung oder im Bachverbau, sowie Gartenunterhalt oder Baumpflege.

Der Försterberuf zeichnet sich gemäss Revierförster Christoph Ammann durch Selbständigkeit, Vielfalt, Flexibilität und einem aktiven Wirken im Wald aus. Zu den Aufgaben der Förster zählen die Beratung der Waldeigentümer, das Anzeichnen von zu fällenden Bäumen, das Planen von Holzschlägen und das Koordinieren des Einsatzes von Forstpersonal und Maschinen. (mgt/aes)