Umstrittene Militärunterkunft Bettwil wird abgerissen

Umstrittene Militärunterkunft Bettwil wird abgerissen

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Die Militäranlage war 1964 als eine der Lenkwaffenstellungen für das «Bloodhound»-System erstellt worden. 1999 wurde dieses Waffensystem ausser Dienst gestellt. Seither dient das bundeseigene Gelände mit seinem Umfang von 240 000 Quadratmetern als Übungsplatz für die Ausbildung von Fliegerabwehr-, Genie- und Rettungstruppen.

Gemeinde wehrte sich mit Händen und Füssen

Im November 2011 wollte das Bundesamt für Migration (BFM) die Anlage als befristete Unterkunft für 100 bis 140 Asylbewerber nutzen. Später reduzierte der Bund die Zahl der Plätze auf 80 bis 100. Die Pläne lösten in der Gemeinde massiven und gehässigen Protest aus.
 
Im Januar 2012 kam der Rechtsdienst der Aargauer Regierung zum Schluss, dass der Bund die etwas ausserhalb der Gemeinde gelegene Anlage aus rechtlichen Gründen nicht als Asylunterkunft nutzen kann. Danach wurden die Pläne aufgegeben.
 
Der geplante Neubau umfasst ein Mehrzweckgebäudes mit Einstellhalle, ein Magazin sowie Büro- und Theorieräume. Das Gebäude decke die Raumbedürfnisse für die Truppen ab, es handelt sich jedoch nicht um eine Truppenunterkunft, teilte die Gemeinde mit.
 
Für die geplanten Bauvorhaben ist ein militärisches Plangenehmigungsverfahren und eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich. Der Baubeginn ist frühestens auf 2015 geplant. (sda/aes)


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