Tramverbindung ins Elsass soll Basels Strassen entlasten

Tramverbindung ins Elsass soll Basels Strassen entlasten

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Die Tramverlängerung um 3,1 Kilometer zum Bahnhof Saint-Louis würde auf beiden Seiten der Landesgrenze Areale erschliessen, die bisher nicht oder mangelhaft mit dem Öffentlichen Verkehr erreichbar sind. Die Basler Regierung ist daher überzeugt, man könne mit dieser Massnahme den ÖV-Anteil am grenzüberschreitenden Verkehr steigern und motorisierten Individualverkehr von der Strasse bringen.

Sie verweist auch auf den Ausbau des Bahnhofs Saint-Louis zu einem wichtigen intermodalen Verkehrsknotenpunkt, mit dem das Basler Tramnetz verknüpft werden solle. Nicht zuletzt sind dort auch Park+Ride-Anlagen vorgesehen mit finanzieller Beteiligung aus der Schweiz.

30 Millionen vom Bund

Das Tramprojekt solle als «Entwicklungsmotor» wirken etwa für Neuansiedlungen und Wohnraumverdichtungen, so die Absicht der Basler Regierung. Verlegt würde die heutige Tramendschlaufe um rund 500 Meter an die Grenze rund ums Zollhaus.

Die 32,78 Millionen Franken vom Kanton sind vorgesehen für den Abschnitt auf Stadtbasler Boden zwischen der Bungestrasse und der Grenze. Der Bund soll davon 10,5 Mio. Franken übernehmen; netto muss der Kanton Basel Stadt also rund 22,3 Millionen tragen.

Auf französischer Seite summieren sich die Investitionen zu rund 56,4 Millionen Franken. Davon übernimmt die Eidgenossenschaft 19,7 Millionen. Die restlichen 36,7 Millionen deckt die Communauté de Communes des 3 Frontières (cc3f) als Bauherrin, mit Subventionen von Frankreich und dem Departement Elsass.

Baubeginn für 2015 vorgesehen

Die Gesamtinvestitionen für die 3er-Tramverlängerung beziffert das Communiqué auf 86,5 Millionen Franken. Die Differenz von rund 3 Millionen zur Summe der territorialen Teile wird mit Betriebsaufwendungen auf Basler Seite erklärt, die nicht zur subventionsberechtigten Summe gezählt würden, wie beim Planungsamt zu erfahren war.

Der forsch gesteckte Abschlusstermin 2017 liegt laut Planungsamt daran, dass französische Subventionen von einem Baubeginn 2015 abhängen. Die Baupläne für den Abschnitt Saint-Louis sollen im Spätsommer vorliegen und in eine «enquète publique» gehen. So soll beidseits ab 2015 gebaut werden. (sda/mrm)