Swissgrid plant im Aargau unterirdisch

Swissgrid plant im Aargau unterirdisch

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Teaserbild-Quelle: Bild: Archiv


 
Das Bundesgericht hatte im April 2011 entschieden, dass in der Gemeinde Bözberg ein Projekt für eine Teilverkabelung ausgearbeitet werden muss. Damit setzten sich die Gemeinde und zahlreiche Privatpersonen mit ihrer Forderung durch. Daraufhin nahmen die Beteiligten Firmen Swissgrid und Axpo Power AG in Abstimmung mit Bund, Kanton Aargau und den betroffenen Gemeinden das Projekt an die Hand.

Leitung unter der SBB-Bözbergstrecke

Die Projektierungsarbeiten zeigten, dass die Konzeption einer Erdverkabelung weit anspruchsvoller, komplexer und aufwändiger sei als gemeinhin angenommen, teilte Swissgrid mit. Konkret geht es darum, einen 1,2 Kilometer langen Leitungsabschnitt auf dem Gemeindegebiet von Bözberg/Riniken unter den Boden zu verlegen. Die Teilverkabelungsstrecke soll insgesamt 14 Kabel führen, davon zwei als Reserveleiter.
 
Das Projekt sieht vor, die 380-Kilovolt-Leitung als Freileitung von Rüfenach in westlicher Richtung an Riniken vorbeizuführen. Beim Pfaffenfirst soll sie auf die Erdkabelanlage übergehen. Diese soll das Gebiet «Gäbihübel» in der Gemeinde Bözberg unterqueren und unter der SBB-Bözbergstrecke hindurch nach Villnachern führen. Danach soll die Leitung als Freileitung via Habsburg weitergeführt werden.
 
Planeingabe Ende September

Für das gesamte Verkabelungsprojekt wurde in Zusammenarbeit mit Bund, Kanton Aargau und Gemeinden nach landschaftsverträglichen Standorten für die beiden notwendigen Übergangsbauwerke gesucht, wie die Swissgrid festhält. Das Vorhaben zur Erdverkabelung sei umweltverträglich, weil es die gesetzlichen Vorschriften in Bezug auf den Natur- und Heimatschutz, dn Landschaftsschutz und auf die nicht-ionisierenden Strahlung und auf die Gewässer einhalte.
 
Die Netzwerkgesellschaft will das Projekt Ende September 2013 beim Bundesamt für Energie (BFE) ins Plangenehmigungsverfahren einreichen. Danach wird es es während 30 Tagen öffentlich aufgelegt.
 
Engpass bei Energieverteilung beseitigen
 
Die bestehende 220-Kilovolt-Leitung zwischen Beznau AG und Mettlen LU stellt gemäss Swissgrid einen Engpass im Schweizer Übertragungsnetz dar. Sie soll deshalb durchgängig auf eine Spannung von 380 Kilovolt verstärkt werden.
 
Der Bundesrat legte diese Verbindung als Teil des strategischen Höchstspannungsnetzes fest und erklärte ihren Ausbau als sehr dringlich. Die Verstärkung der Leitung sei für die bessere Energieverteilung im Mittelland und die Entlastung der Nordschweiz sowie die Erhöhung der Transportkapazität im Norden unerlässlich. (sda/aes)