Stadt Luzern macht erstmals seit 2009 Gewinn

Stadt Luzern macht erstmals seit 2009 Gewinn

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Teaserbild-Quelle: Bild: chensiyuan/Wikicommons

Es sei das erste Mal seit 2009, dass eine Rechnung nicht mit roten Zahlen abschliesse, teilte die Stadt mit. Erstmals seit 2008 sei zudem die Nettoverschuldung zurückgegangen. Trotzdem bleibe die Finanzlage mittelfristig angespannt.

Sparkurs zeigt Wirkung

Der rigorose Sparkurs der letzten Jahre, sogar die Sanierung beliebter Spielplätze mussten mangels staatlicher Mittel privat finanziert werden, trägt nun Früchte: Der bessere Abschluss ist auf die gegenüber dem Voranschlag verringerten Ausgaben zurückzuführen. Die Rechnung weist für 2014 einen Aufwand von 745,0 (Budget: 757,9) Millionen Franken aus. Der Ertrag betrug 746,5 (757,4) Millionen Franken.
 
Zu den Minderausgaben geführt haben die tieferen Sachaufwendungen und die tieferen Energiekosten. Auch die Ausgaben für die sozialen Beiträge und die Zahlungen an den öffentlichen Regionalverkehr liegen unter dem Budget. Mehraufwendungen gab es dagegen bei der wirtschaftlichen Sozialhilfe.

Auch Einnahmen gestiegen

Die gesamten Steuererträge der Stadt betrugen netto 322,7 Millionen Franken und sind 1,1 Millionen Franken höher als veranschlagt. Gegenüber dem Vorjahr konnten die Steuereinnahmen um 23,4 Millionen Franken gesteigert werden, dies hauptsächlich dank der Grundstückgewinn- und Erbschaftssteuern. Bei den ordentlichen Einkommens- und Vermögenssteuern wurde der Budgetwert um 4,8 Millionen Franken verfehlt.
 
Die Nettoinvestitionen betrugen im letzten Jahr 48,6 (Budget: 52,7) Millionen Franken. Unter dem Strich weist die Stadt für 2014 einen Finanzierungsüberschuss von 16,7 Millionen Franken aus. Budgetiert war ein Fehlbetrag von 3,1 Millionen Franken.
 
Der Selbstfinanzierungsgrad stieg gegenüber dem Voranschlag von 94 Prozent auf 134 Prozent. Die Nettoschuld reduzierte sich gegenüber Ende 2013 von 234,9 Millionen Franken auf 219,7 Millionen Franken.
 
Die Stadt legte 2014 dank des guten Ergebnisses 6,0 Millionen Franken in die Steuerausgleichsreserve und 1,0 Millionen Franken in den Energiefonds. Die Rückstellung in die Steuerausgleichsreserve sei eine willkommene Stärkung der finanziellen Basis, denn die Herausforderungen blieben gross, schreibt die Stadt.

Weiterhin sparen

Der Stadtrat will das Entlastungspaket im Umfang von 14 Millionen Franken wie geplant weiterführen. Hinschauen will er auch, wie sich die währungspolitischen Entwicklungen auf den Wirtschaftsraum der Stadt und somit auf die Finanzen der Stadt auswirken. (mgt/aes)