St. Gallen soll zur «Smart City» werden

St. Gallen soll zur «Smart City» werden

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Bild: Ruedi Lindegger (CC BY-SA 3.0)

Als «Smart City» bezeichnet man einen Siedlungsraum, in dem Produkte, Dienstleistungen, Technologien, Prozesse und Infrastrukturen eingesetzt werden, die sich durch Nachhaltigkeit auszeichnen.

Der Sankt Galler Stadtrat hat sich im Rahmen des Handlungsfelds «Zukunftsenergie» zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen, ohne bei Themen wie Kundenfreundlichkeit, Komfort oder Ökologie Abstriche machen zu müssen. St.Gallen soll sich dank einer umfassenden E-Government-Strategie, hoher Effizienz, offener Kommunikation und moderner, technologiegestützter Dienstleistungen zur «Smart City» entwickeln.

St. Gallen befinde sich bereits auf gutem Weg dazu, teilt die Stadt mit: Das St.Galler Glasfasernetz ist zu 60 Prozent realisiert. Den Nachweis, dass strahlungsarmer Mobilfunk möglich ist, haben die Sankt Galler Stadtwerke mit dem Pilotprojekt «St.Galler Wireless» erbracht.

Mit der Echtzeit-Fahrplaninformation bieten die VBSG ihrer Kundschaft, stationär an Haltestellen und ortsunabhängig mit der Wemlin-App, jederzeit die gewünschten Informationen. Und auf Sammeltouren und Sammelstellen in den jeweiligen Quartieren weist die Entsorgung St. Gallen ebenfalls per App hin. Hinzu kommen Ladestationen für Elektrofahrzeuge, intelligente Stromzähler und bedarfsgesteuerte Strassenbeleuchtungen.

Diese ersten Ansätze einer «Smart City» sollen in den nächsten Jahren konsequent ausgebaut werden und St.Gallen als Lebens- und Wirtschafts-raum noch attraktiver machen.

Intelligente Infrastruktur: Grundlage für die moderne Stadt

Mit dem Pilotprojekt «Smartnet» soll nun die Grundlage für zukünftige «Smart City»-Anwendungen in der Stadt St.Gallen geschaffen werden. Die Sankt Galler Stadtwerke erweitern dazu das Glasfasernetz um eine neuartige, strahlungsarme Funktechnologie. Diese ermöglicht es, kostengünstig eine grosse Anzahl von Objekten miteinander zu vernetzen.

Damit lassen sich beispielsweise einfach und zuverlässig Parkplatzbelegungen erfassen, Betriebszustände von Maschinen überwachen oder Energiezähler auslesen. «Smartnet» schafft die Grundlage, um in Zukunft beispielsweise den Energieverbrauch senken oder den Verkehrsfluss intelligent steuern zu können und damit die Sicherheit zu erhöhen.

Ziel des Pilotprojekts ist es, einerseits Erfahrungen mit der Technologie zu sammeln, anderseits den Nutzen konkreter Anwendungen für Bevölkerung, Wirtschaft und die städtische Verwaltung zuüberprüfen. «Smartnet» soll als wichtige Komponente dazu beitragen, die Ziele des Energiekonzepts 2050 zu erreichen und damit die Weiterentwicklung St.Gallens zu einer lebenswerten, ökologischen und «smarten» Stadt zu unterstützen.

Der Pilotbetrieb läuft bis Ende November 2015, anschliessend wird das Stadtparlament über einen flächendeckenden Ausbau entscheiden. (mgt/aes)