Natur- und historisches Museum Luzern fusionieren

Natur- und historisches Museum Luzern fusionieren

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Aus dem Natur- und dem Historischen Museum wird das «Luzerner Museum für Natur und Gesellschaft»: Mit diesem Vorschlag will der Regierungsrat die Budgetkürzung der beiden kantonalen Museen um 0,8 Millionen Franken pro Jahr umsetzen. In einem ersten Schritt erstellt der Kanton eine Machbarkeitsstudie. Die öffentliche Vernehmlassung ist 2019 geplant. Ziel ist es, das neue Museum in rund fünf Jahren zu eröffnen.

Die heutigen Gebäude des Natur- und des Historischen Museums Luzern.
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zvg

Die heutigen Gebäude des Natur- und des Historischen Museums Luzern.

 

Luzern erhält ein neues kantonales Museum: Der Luzerner Regierungsrat hat seine Zustimmung zum neuen «Luzerner Museum für Natur und Gesellschaft» (Arbeitstitel) gegeben. Er hat den Auftrag erteilt, das Museumskonzept zu konkretisieren und mittels Machbarkeitsstudie vertiefte Abklärungen zu treffen. Das Luzerner Museum für Natur und Gesellschaft geht aus den beiden kantonalen Museen, dem Natur- und dem Historischen Museum, hervor. Die beiden Museen kooperieren bereits heute eng und sollen zu einer neuen Institution verschmelzen. Auslöser für das neue Konzept, welches in monatelanger, fundierter Arbeit entwickelt wurde, ist die Organisationsentwicklung OE17. Mit dieser sollen pro Jahr gesamthaft 40 Millionen Franken eingespart werden.

Neues Museum im ganzen Kanton verankert

Das neue Luzerner Museum schafft ein modernes, innovatives und attraktives Bildungs- und Kulturangebot zu den Themen Natur und Gesellschaft im Kanton Luzern. Eine Vielfalt an Ausstellungsformaten in diesem zentralen Haus wie auch an wechselnden Aussenstationen im ganzen Kanton soll Kinder und Jugendliche ebenso ansprechen wie Erwachsene. Führungen, Exkursionen, Vorträge und weitere Ausstellungs- und Vermittlungsformate ermöglichen interaktive Zugänge zu den präsentierten Themen. In der Museumszentrale soll ein Informationszentrum entstehen, das zur Anlaufstelle für die ganze Kantonsbevölkerung wird und damit die Aufgabe einer Informations-Schaltstelle übernimmt. In der Zentrale wie auch in den Aussenstationen kooperiert das Museum eng mit Partnern, welche im Kanton in den Bereichen Natur und Gesellschaft tätig sind.

 

Aktuelle Fragen und konkrete Orte im Fokus

Christoph Lichtin, Direktor des historischen Museums, sagt: «Das neue Museum wird sich in seinen Inhalten viel stärker auf aktuelle Fragen und konkrete Orte fokussieren.» Ziel sei, den Blick auf aktuelle Brennpunkte im Kanton zu legen, an denen sich Entwicklungen aus historischer und naturwissenschaftlicher Sicht gut zeigen lassen. «Alle Orte zusammen vermitteln damit einen Einblick davon, was die Bevölkerung und Politik des Kantons aktuell bewegt», sagt Lichtin. Die wertvollen Museumssammlungen sollen in einem Sammlungszentrum, also in Kulturgüterräumen, zusammengefasst werden. Der Standort ist noch nicht bestimmt.

Reto Wyss: «Ein wirklich zukunftsfähiges Konzept»

Bereits heute kooperieren die Museen eng, viele betriebliche Funktionen sind zusammengeführt. Das Fusionskonzept geht einen Schritt weiter, was der Regierungsrat zustimmend zur Kenntnis nimmt. Bildungs- und Kulturdirektor Reto Wyss: «Es ist der Arbeitsgruppe gelungen, angesichts finanziell sehr anspruchsvoller Vorgaben ein wirklich zukunftsfähiges Konzept zu erarbeiten.» Das Konzept erlaube es dem neuen Museum, einen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit aktuellen und historischen Themen zu leisten. Entscheidend sei gemäss Wyss, dass das Konzept nicht von externen Beratern diktiert werde, sondern von den Fachleuten vor Ort entwickelt wurde. (mgt/lfr)
 

Quelle: 
Kanton Luzern

Der Kanton Luzern schildert seine Pläne, das Natur- und das Historische Museum in einem neuen, modernen Museum zusammenzuführen.