Sieben statt neun Stadträte in Illnau-Effretikon

Sieben statt neun Stadträte in Illnau-Effretikon

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Teaserbild-Quelle: Bild: Roland zh (CC BY-SA 3.0)

Im Schwerpunktprogramm für die Amtsdauer 2014 bis 2018 hat sich der Stadtrat zum Ziel gesetzt, dass die Stadt Illnau-Effretikon ZH per Beginn der nächsten Legislatur über eine zukunftsgerichtete Behörden- und Verwaltungsorganisation verfügt, welche mittelfristig gegenüber der heutigen Lösung auch Einsparungen generiert.

Der Stadtrat hat nun entschieden, auf Beginn der Amtsdauer 2018 bis 2022 die Reduktion der Mitgliederzahl des Stadtrats von neun auf sieben anzustreben. Damit würde sich die Exekutive der Stadt Illnau-Effretikon den übrigen vergleichbaren Gemeinden im Kanton Zürich angleichen. Dazu ist eine Teilrevision der Gemeindeordnung notwendig, welche den Stimmberechtigten vorzulegen ist.

Vorerst wird Illnau-Effretikon aber wachsen: Am 1. Januar 2016 wird die Nachbargemeinde Kyburg mit rund 400 Einwohnern eingemeindet. Bald dürfte Illnau-Effretikon über 17 000 Einwohner zählen.

Effizienz und Meinungsvielfalt

Damit das Stadtratsmandat miliztauglich bleibt, sind auch die Aufgabenfelder der Stadträte zu überdenken. Die Regierung gibt sich in einer Mitteilung überzeugt, dass die Behördenarbeit mit sieben Mitgliedern effizienter und trotzdem mit einer genügenden Meinungsvielfalt zu bewältigen ist.

Gleichzeitig mit der Verkleinerung des Stadtrats ist auch die Grösse der übrigen Behörden, insbesondere Grosser Gemeinderat, Schulpflege und Fürsorgebehörde, zu überdenken. Diese Behörden werden eingeladen, sich in den nächsten Monaten Gedanken zu ihrer Mitgliederzahl zu machen und dem Stadtrat dazu eine Stellungnahme einzureichen.

Sparpotenzial von 250 000 Franken jährlich

Als weitere bedeutende Aufgabe steht die Verwaltungsreorganisation an. Die Stadtverwaltung ist entlang der stadträtlichen Ressorts strukturiert und diese Organisation muss ebenfalls überdacht und möglichst prozessorientiert gestaltet werden. Ins Sparpaket wurde vom Stadtrat ein Sparpotenzial von jährlich wiederkehrend 250 000 Franken als Folge der Behörden- und Verwaltungsreorganisation aufgenommen.

Der vom Stadtrat genehmigte Projektauftrag sieht vor, den Entwurf der angepassten Gemeindeordnung im nächsten Frühjahr in die Vernehmlassung zu verabschieden. Die Beratung im Parlament ist auf den Herbst 2016 und die Urnenabstimmung im Frühjahr 2017 geplant. Mit diesem Fahrplan wird sichergestellt, dass rechtzeitig Klarheit über die zu besetzenden Behördenämter bei den Erneuerungswahlen 2018 besteht. (mgt/aes)