Scuol wird dank Fusion die grösste Schweizer Gemeinde

Scuol wird dank Fusion die grösste Schweizer Gemeinde

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Teaserbild-Quelle: Bild: Aconcagua/Wikicommons

Auf den 1. Januar 2015 wird Scuol mit den fünf Gemeinden Ardez, Ftan, Guarda, Sent und Tarasp fusionieren und die flächenmässig grösste Gemeinde der Schweiz bilden. Mit 4700 Einwohnern (Scuol bisher: 2350 Einwohner) wird sie zugleich die grösste bündnerromanische Gemeinde überhaupt sein.

Die Stimmberechtigten der sechs beteiligten Gemeinden hatten den Zusammenschluss an der Urne Ende März mit Zustimmungsraten von 60 Prozent (Tarasp) bis 93 Prozent (Guarda) deutlich angenommen. Nun segnete auch der Bündner Grosse Rat die Unterengadiner Gemeindefusion ohne Gegenstimme und mit Applaus ab. Der Kanton unterstützt die neue Gemeinde Scuol mit einem Förderbeitrag von zehn Millionen Franken.

Scuol wird somit neu die flächenmässig grösste Gemeinde der Schweiz. Das Fusionsprodukt aus sechs Unterengadiner Gemeinden mit einer Grösse von 438 Quadratkilometern löst Glarus Süd (430 Quadratkilometer) nach vier Jahren an der Spitze ab.

Aus 146 mach 125

Auf die Reise geschickt hat das Kantonsparlament zudem zwei weitere Fusionen per 1. 1. 2015: Ebenfalls im Engadin schliessen sich Lavin, Susch und Zernez zur Gemeinde Zernez zusammen und im italienischsprachigen Calancatal Arvigo, Braggio, Cauco und Selma zur Gemeinde Calanca.
 
Die Zahl der Gemeinden im flächenmässig grössten Kanton sinkt durch diverse Fusionen aufs neue Jahr hin von aktuell 146 auf 125 Gemeinden. (aes/sda)