Schweizer Bevölkerung wächst auch abseits der grossen Städte

Schweizer Bevölkerung wächst auch abseits der grossen Städte

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Teaserbild-Quelle: Bild: Paebi/wikicommons

Im Vergleich mit der gesamten Schweiz wächst die Bevölkerung in der Peripherie allerdings langsamer: Zwischen 2005 und 2010 stieg die Bevölkerung schweizweit durchschnittlich um 1,3 Prozent pro Jahr an - das sind 0,4 Prozentpunkte mehr als in den Land- und Bergregionen.
 
Wirtschaft als Wachstumsfaktor
Sechs ländliche Regionen weisen überdurchschnittliche Wachstumsraten von mehr als 2 Prozent pro Jahr auf. Es handle sich dabei vor allem um Regionen im Einzugsgebiet des Bassin Lémanique.  Etwa in der Region Gruyère wuchs die Bevölkerung um 2,4 Prozent pro Jahr.

In sieben von 81 ländlichen Regionen war die Bevölkerungsentwicklung rückläufig. Vor allem entlegene, eher strukturschwache Regionen wie das Val Müstair GR kämpften nach wie vor mit Abwanderung und Überalterung, teilt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) mit.

Schrumpfende Landwirtschaft
Die Bevölkerung wächst normalerweise dort am stärksten, wo auch die Wirtschaft zulegt. Dies gilt auch für die ländlichen Gebiete. Zwischen 2005 und 2008 mussten nur die drei Regionen Calanca GR, Bregaglia GR und Davos GR einen Rückgang der Beschäftigung hinnehmen. Die wirtschaftliche Situation der Berggebiete und ländlichen Räume habe sich somit gegenüber den Krisenjahren zu Beginn der 2000er Jahre verbessert, hält die SAB fest. Vor allem in industriellen Sektor und im Dienstleistungsbereich seien Arbeitsplätze entstanden. In der Landwirtschaft sind noch 5 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt - in der gesamten Schweiz macht der Anteil der Landwirtschaft 3 Prozent aus. Wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung sei eine gute Ausstattung mit modernen Infrastrukturen, etwa der Zugang zu Breitbandtechnologien wie Glasfasernetzen, betont die SAB.
 
Die SAB hat zum ersten Mal eine statistische Übersicht über die Entwicklung in den Berggebieten und ländlichen Räumen gemäss neuer Regionalpolitik erstellt. Mit dieser wurde 2008 der Geltungsbereich der Regionalpolitik ausgeweitet und umfasst seither neben den Berggebieten auch die ländlichen Räume. (sda/aes)