Schweiz ist europäisches Schlusslicht

Schweiz ist europäisches Schlusslicht

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Teaserbild-Quelle: Bild: Zvg SES

Innerhalb der nächsten Jahre gilt es für die Schweiz nach dem Willen von Bundesrat und Parlament 40 Prozent Atomstrom zu ersetzen. Dazu müssen auch Wind- und Sonnenergie ausgebaut werden. Unsere Nachbarländer schreiten in dieser Hinsicht aber weit schneller voran. Deshalb verharrt die Schweiz im Ranking der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) auf dem letzten Platz - die Distanz zu den Top drei wird sogar grösser. In Deutschland wird pro EinwohnerIn mittlerweile 15mal so viel Strom aus Sonne und Wind gewonnen wie in der Schweiz.

Vergleichbare Länder mit riesigem Vorsprung

Es sind nicht nur Länder wie Deutschland und Italien, die der Schweiz voraus sind. Auch Länder, die wie die Schweiz ohne Zugang zum Meer (und damit ohne Küstenwinde) sind und allesamt nördlicher liegen als die Schweiz (und damit über weniger Sonneneinstrahlung verfügen), haben einen meilenweiten Vorsprung, wie die SES mitteilt: Tschechien produziert mehr als 4mal so viel Strom pro Einwohner aus Photovoltaik. In Österreich wird beinahe 26mal so viel Strom pro Einwohner aus Windkraft produziert, in Belgien immerhin 22mal soviel wie in der Schweiz. Und selbst das kleine Luxemburg ist der Schweiz nach wie vor voraus. Mit einer nur noch etwas mehr als 3mal so grossen Stromgewinnung aus Wind und Sonne pro Einwohner konnte die Schweiz hier ihren Abstand immerhin etwas verkleinern. (mgt/aes)