Bern veröffentlicht Kataster der Eigentumsbeschränkungen

Bern veröffentlicht Kataster der Eigentumsbeschränkungen

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Teaserbild-Quelle: chensiyuan (CC BY-SA 4.0)

Die Stadt Bern hat den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen im Internet aufgeschaltet. Damit existiert nun ein Verzeichnis, das die wichtigsten Einschränkungen für einzelne Grundstücke auflistet.

Berner Altstadt
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chensiyuan (CC BY-SA 4.0)

Der städtische Öreb-Kataster von Bern ist neu online verfügbar (Symbolbild).

Neu ist der Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (Öreb-Kataster) der Stadt Bern online einsehbar. Wie Berns Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün (TVS) mitteilte, führt der Kataster nun verschiedenste Daten wie Pläne, Rechtserlasse und diverse Grundstückinformationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen und stellt sie vollständig, übersichtlich und verständlich allen Interessierten zur Verfügung. Die Stadt Bern ist etwa die 80. Gemeinde, deren Öreb-Kataster nun im Internet zu finden ist.

Mit dem Verzeichnis entfällt damit der Aufwand, alle Eigentumsbeschränkungen eines Grundstücks einzeln bei den zuständigen Stellen einzuholen, zusammenzutragen, miteinander zu vergleichen und zu kombinieren. Davon könnten nebst Grundeigentümern verschiedenste Akteure auf dem Immobilienmarkt profitieren, heisst es in der Mitteilung weiter.

Plan und Rechtsvorschrift

Es gibt eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und behördliche Einschränkungen, welche Landbesitzer in der Schweiz beachten müssen. Ein Beispiel für öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen sind etwa Nutzungszonen.

Eine Eigentumsbeschränkung besteht immer aus einem Plan, beispielsweise eben dem Nutzungszonenplan, und einer Rechtsvorschrift, also im Fall der Nutzungszonen die Gemeinde-Bauordnung. Im Juni 2015 erschien erstmals eine Informationsbroschüre zum Öreb-Kataster (Baublatt berichtete).

Originalakten aus dem vorletzten Jahrhundert

Bei der Arbeit am Öreb-Kataster hat die Stadt Bern mehr als 500 Planungsdossiers elektronisch aufbereitet und verknüpft, deren Originalakten teilweise noch aus dem vorletzten Jahrhundert stammen. Der Kataster ersetzt die rechtswirksamen Originaldokumente nicht, sondern stellt die entsprechenden Informationen kostenlos elektronisch zu Verfügung. Das Verzeichnis wird zudem laufend aktualisiert.

Kantonaler Kataster soll 2019 fertig sein

Die Stadt Bern gehört zu einer Gruppe von acht Gemeinden, welche als Pilotgemeinden in den vergangenen vier Jahren wesentlich beim Aufbau des Öreb-Katasters des Kantons Bern mitwirkten. Dieser soll spätestens im Jahr 2019 kantonsweit fertiggestellt sein, wie Kantonsgeometer Thomas Hardmeier auf Anfrage erklärte. 17 «Themen» respektive Arten von Eigentumsbeschränkungen werden im kantonalen Öreb-Kataster aufgeführt sein – von Waldgrenzen in Bauzonen über belastete Standorte bis zu Baulinien für Nationalstrassen und eben die Nutzungsplanung.

Die Gemeinden müssen zuhanden des Kantons «nur» die Nutzungspläne und ihre Veränderungen aufarbeiten. Im Fall der Stadt Bern war das laut Hardmeier sehr aufwendig, weil die Nutzungsplanung seit 1976 immer wieder verändert wurde und das Stadtgebiet gross ist. (sda/pb/nsi)