Neueste Erhebung der Zweitwohnungsanteile

Neueste Erhebung der Zweitwohnungsanteile

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Teaserbild-Quelle: creative photography tanya hasler

Einmal im Jahr veröffentlicht das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) die Wohnungsinventare der Gemeinden. Die diesjährigen Angaben zeigen: 19 Gemeinden weisen neu einen Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent auf, in 24 Gemeinden ist der Anteil unter 20 Prozent gesunken.

Die Berechnungen des Bundesamts für Raumentwicklung (ARE), die auf den aktuellen Wohnungsinventaren beruhen, zeigen, dass seit Mitte 2017 19 Gemeinden neu einen Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent aufweisen und bei 24 Gemeinden der Zweitwohnungsanteil auf unter 20 Prozent sank. Aktuell verfügen damit 373 von 2222 Gemeinden über einen Anteil von über 20 Prozent.

Für Gemeinden, die einen Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent haben, gelten das Bundesgesetz über Zweitwohnungen und die Zweitwohnungsverordnung. Die Bestimmungen legen fest, dass in diesen Gemeinden im Grundsatz keine Zweitwohnungen mehr gebaut werden dürfen.

Wohnungsinventar aller Gemeinden

Das Zweitwohnungsgesetz und die entsprechende Verordnung verpflichten alle Gemeinden dazu, ein Wohnungsinventar zu erstellen (siehe Box). Aufgrund der im Inventar ausgewiesenen Nutzungen der Wohnungen berechnet das ARE die Zweitwohnungsanteile der Gemeinden (siehe Kasten). Es veröffentlicht die Inventare jährlich jeweils Ende März.

Die betroffenen Gemeinden und Kantone können innerhalb von dreissig Tagen Stellung dazu nehmen und allenfalls die Angaben zu den Wohnnutzungen präzisieren. Danach wird das ARE abschliessend bestimmen, auf welche Gemeinden die Zweitwohnungsgesetzgebung angewendet werden muss. (nsi/mgt)

Das Wohnungsinventar

Die Gemeinden erstellen ein Wohnungsinventar, indem sie die Wohnnutzungen im eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) erfassen. In Kombination mit dem Einwohnerregister lassen sich Erstwohnungen zuverlässig ermitteln. Freiwillig können die Gemeinden auch den Erstwohnungen gleichgestellte Wohnungen ausweisen, etwa Dienstwohnungen oder Wohnungen in Alpgebieten, die zu landwirtschaftlichen Zwecken verwendet werden. Mit diesen Angaben zur Nutzung von Wohnungen lässt sich der Anteil der Erst- und Zweitwohnungen berechnen. Da allerdings nicht alle Gemeinden die den Erstwohnungen gleichgestellten Wohnungen erfassen, sind die Wohnungsinventare untereinander nur eingeschränkt vergleichbar. (mgt)