Winterthur und Uster mit satten Gewinnen

Winterthur und Uster mit satten Gewinnen

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Teaserbild-Quelle: JoachimKohlerBremen (CC BY-SA 4.0)

Die zweit- und die drittgrösste Stadt des Kantons Zürich vermelden starke Rechnungsabschlüsse für 2017: Uster schliesst mit einem Überschuss von 4,5 Millionen Franken, Winterthur erwirtschaftete gar einen Rekordgewinn von über 56 Millionen.

Ein Rekordgewinn statt einer roten Null: Die Winterthurer Rechnung 2017 schliesst mit einem Plus von 56,5 Millionen Franken ab. Budgetiert war ein praktisch ausgeglichener Abschluss.

Dies sei seit Menschengedenken das beste Ergebnis, das die Eulachstadt je erreicht habe, hiess es bei der Präsentation der Rechnung 2017. Der Aufwand betrug 1,607 Milliarden Franken, der Ertrag 1,664 Milliarden Franken.

Der Gewinn wird vollumfänglich dem Eigenkapital gut geschrieben, wie es weiter heisst. Erstmals seit zehn Jahren nehmen damit die Nettoschulden ab.

Hauptgrund für das «erfreuliche Ergebnis» sind die Grundstückgewinnsteuern, die um über 42 Millionen Franken besser ausfielen als budgetiert. Die Gründe für diese Zunahme sind der Abbau von Pendenzen und der überdurchschnittlich hohe Ertrag einiger Fälle.

Zudem konnte ein Teil der für die Pensionskasse gebildeten Rückstellungen aufgelöst werden. Auch ohne die Teilauflösung um 14 Millionen Franken würde die Rechnung mit einem Gewinn von 42 Millionen Franken abschliessen. Dies zeige, dass die beiden Sanierungsprogramme «effort14+» und «Balance» nachhaltig seien, heisst es in der Mitteilung weiter.

Auch Uster erfolgreich

Die Rechnung 2017 der Stadt Uster schliesst mit einem Überschuss von 4,5 Millionen Franken. Vorgesehen war lediglich ein Plus von 400 000 Franken. Zum guten Ergebnis beigetragen haben insbesondere höhere Steuereinnahmen. Das Eigenkapital klettert nun auf rekordhohe 148,3 Millionen.

Bei einem Ertrag von 251,6 Millionen Franken und einem Aufwand von 247,1 Millionen weist die Laufende Rechnung von Uster für 2017 einen Ertragsüberschuss von 4,5 Mio. Franken aus, wie die Stadt mitteilt.

Die Steuereinnahmen von 104,9 Millionen Franken sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Millionen angestiegen. Die Steigerung ist auf höhere Einnahmen bei den ordentlichen Steuern, Steuerausscheidungen und auch auf höhere Grundstückgewinnsteuern zurückzuführen.

Zudem haben auch der höhere Gewinnanteil der Zürcher Kantonalbank und die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der Sanierung der "BVK" einen positiven Einfluss auf das Rechnungsergebnis.

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen liegen mit 37,5 Millionen Franken um 4,8 Millionen über dem budgetierten Wert von 32,7 Millionen. Die Investitionen konnten mit einem Cash Flow im Steuerhaushalt von 18,5 Millionen Franken (Vorjahr: 12,3 Millionen) zu 50 Prozent selber finanziert werden.

Aufgrund des sehr hohen Investitionsvolumens nehmen die langfristigen Schulden zu. Diese betragen per Ende Dezember 2017 95 Millionen Franken. Einerseits sei dank der nach wie vor tiefen Zinsen die Aufnahme von zusätzlichen Darlehen derzeit günstig und vertretbar, schreibt der Stadtrat. Andererseits sei eine restriktive Ausgabenpolitik zwingend notwendig, um die bewährte Finanzpolitik der vergangenen Jahre weiterzuführen. (sda/aes)