Rote Budgets in Luzerner Vororten

Rote Budgets in Luzerner Vororten

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Teaserbild-Quelle: Bild: chrisaliv (CC BY-SA 3.0)

Das Budget 2016 von Kriens sieht bei einem Aufwand von 171 Millionen Franken ein Fehlbetrag von 2,4 Millonen Franken vor. Wegen neuer Ausgaben und hoher Investitionen bleibt die Finanzlage der Gemeinde angespannt. Mit schwarzen Zahlen rechnet der Gemeinderat erst wieder ab 2018.

Die Pflegefinanzierung, die integrative Förderung, das zweite Kindergartenjahr, die schul- und familienergänzenden Tagesstrukturen und das Bevölkerungswachstum in Luzern Süd würden die aktuelle und die künftigen Jahresrechnungen stark belasten, teilt die Gemeinde mit. Fürs laufende Jahr hatte die Gemeinde ein Minus von 3,2 Millionen Franken veranschlagt.

Der Steuerfuss soll 2016 unverändert bei 2,00 Einheiten bleiben. Die geplanten Nettoinvestitionen fürs kommende Jahr liegen bei knapp 34 Millionen Franken. Je ein Drittel entfallen auf Bauprojekte für die Erneuerung des Krienser Zentrums und auf die Sanierung und Erweiterung von Schulanlagen.

Das Eigenkapital ist laut Gemeinderat bis Ende 2015 aufgebraucht. Ab 2018 will die Gemeinde wieder schwarze Zahlen schreiben. Anlass für den erwarteten Turnaround sind unter anderem die rege Bautätigkeit im Gebiet Luzern Süd und die damit verbundenen zusätzlichen Steuereinnahmen.

Höhere Kosten belasten Budget von Horw

Horw budgetiert für 2016 ein Defizit von 740 000 Franken. Dies ist leicht besser als bisher angenommen. Der Fehlbetrag kann mit Eigenkapital gedeckt werden. Für 2015 hatte Horw ein Defizit von 1,3 Millionen Franken veranschlagt.

Mit dem Budget 2016 könnten die Erwartungen des Finanz- und Aufgabenplanes eingehalten werden, teilte die Gemeinde am Dienstag mit. Gegenüber 2015 habe es eine Verbesserung gegeben. Der Finanzhaushalt Horws sei somit auf Kurs und die geplanten Investitionen tragbar.

Das Budget für das nächste Jahr weist einen Gesamtaufwand von 94,26 Millionen Franken (+7,1 Prozent) und einen Gesamtertrag von 93,52 Millionen Franken (+7,9 Prozent) aus. Zu Buche schlagen etwa die höheren Beiträge an den kantonalen Finanzausgleich, höhere Sozialausgaben und die Kosten, die aus der gestiegenen Schülerzahl resultieren. Die Gemeinde rechnet aber auch damit, dass 2016 die ordentlichen Steuereinnahmen um über fünf Prozent steigen werden. Der Steuerfuss soll dabei unverändert 1,55 Einheiten betragen.

Die Nettoinvestitionen werden auf 28,2 Millionen Franken veranschlagt. Ab 2016 will die Gemeinde verschiedene grössere Projekte umsetzen, etwa die Erweiterung des Oberstufenschulhauses oder die Sanierung der Trinkwasseraufbereitung. Weil langjährige und zinsgünstige Darlehen aufgenommen worden seien, sinke die Zinsbelastung trotz der hohen Investitionen, teilt die Gemeinde mit. (sda/aes)