«Naschwand» für hungrige Zürcher

«Naschwand» für hungrige Zürcher

Gefäss: 

Zürcher Naschkatzen können sich freuen: In der Nähe der Langstrasse und des Gleisfelds des Zürcher Hauptbahnhofs entsteht eine «Naschwand». 2019 soll die Quartierbevölkerung erste Früchte ernten können.

Naschwand in Zürich
Quelle: 
Tiefbauamt, Grün Stadt Zürich

Die Naschwand an der Neufrankengasse in Zürich wird begrünt.

Die Stadt Zürich hat ein Herz für Naschkatzen: An der Neufrankengasse, mitten im Kreis vier, in der Nähe der Langstrasse und des Gleisfelds des Zürcher Hauptbahnhofs, ist dieser Tage eine fünf Meter hohe Mauer mit einem Spalier aus Hochstamm-Obstbäumen versehen worden. Die Wand ist ein Überbleibsel der Bauarbeiten der Durchmesserlinie, ebenso der winzige Streifen Land an ihrem Fuss.

Von Lehrlingen gepflanzt

Wie das Zürcher Tiefbau- und Entsorgungsdepartement mitteilt, soll die Quartierbevölkerung 2019 erste Äpfel, Birnen, Aprikosen, Nektarinen, Zwetschgen und Trauben von der «Naschwand» pflücken oder «im Vorbeigehen naschen» können. Neben den Bäumen ranken Strauch- und Kletterrosen die Mauer hoch. Dafür, dass die Gewächse nicht von Blattläusen behelligt werden, sorgt Lavendel. Die Anschaffungskosten für die insgesamt 345 Pflanzen betrugen laut Medienmitteilung 15 000 Franken.

Entworfen und gepflanzt haben den kleinen Obstgarten ein angehender Landschaftsarchitekturzeichner und Gärtnerlehrlinge von Grün Stadt Zürich. Mit diesen Massnahmen wird gemäss Medienmitteilung dem Bestreben von Tiefbau- und Entsorgungschef Filippo Leutenegger nach mehr Vertikalgrün in Zürich und nach mehr Früchten, die von der Bevölkerung geerntet werden können, entsprochen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Bäume ungestört gedeihen können und dass keine Hamster den Naschkatzen das süsse Vergnügen verderben... (mai)