Surftipp: Neue Webseite zu Raumpatenschaften

Surftipp: Neue Webseite zu Raumpatenschaften

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Teaserbild-Quelle: IGSU

Eine neue Webseite unterstützt Gemeinden und Schulen bei der Organisation von Raumpatenschaften. Mit solchen Patenschaften übernehmen Bürger Mitverantwortung für einen sauberen öffentlichen Raum.

Raumpatenschaft
Quelle: 
IGSU

Mit einer Raumpatenschaft übernehmen Schulklassen, Vereine, Parteien, Unternehmen, Asylsuchende, Familien oder Privatpersonen Mitverantwortung im Kampf gegen Littering.

Schulklassen sammeln auf dem Schulweg Abfall ein, Fussballvereine übernehmen die Pflege von Sportanlagen und Einwohner räumen rund um öffentliche Grillplätze auf: Raumpatenschafts-Projekte sind kostengünstig, entlasten den Reinigungsdienst und reduzieren nachweislich das Littering. Das hat eine mehrteilige Studie ergeben, die die IG saubere Umwelt (IGSU) zusammen mit der ETH Zürich zum Thema Raumpatenschaften durchgeführt hat.

Um Städte, Gemeinden und Schulen bei der Umsetzung von Raumpatenschafts-Projekten zu unterstützen, und an einer Raumpatenschaft interessierte Personen zu vermitteln, hat die IGSU die neue Webseite www.raumpatenschaft.ch aufgeschalten, die Organisatoren bei solchen Projekten unterstützt.

Unterstützung für Gemeinden

Städte, Gemeinden und Schulen finden auf der Plattform Anleitungen zur Umsetzung und zur medialen Begleitung von Raumpatenschafts-Projekten sowie ein Tool, das ihnen unter anderem dabei hilft, auf schnelle und unkomplizierte Art und Weise neue Raumpaten zu gewinnen und Material wie Hinweistafeln, Handschuhe und Warnwesten zu beziehen.

Auch potentielle Raumpaten können das Tool nutzen, um sich über Raumpatenschafts-Projekte in ihrer Nähe zu informieren. Erfahrungsberichte zeigen zudem einen Einblick in erfolgreiche bestehende Raumpatenschafts-Projekte. «Raumpatenschafts-Projekte bieten eine grosse Chance, das Littering-Problem wirkungsvoll
und auf kostengünstige Art zu lösen», ist Nora Steimer, Geschäftsleiterin der IGSU, überzeugt. «Viele Städte, Gemeinden und Schulen wagen den Schritt dazu aber nicht, weil Ihnen Informationen und Unterstützung fehlen und sie Angst vor dem Aufwand haben. Mit der neuen Webseite wollen wir das ändern.»

Von Schülern bis zu Politikern

Städte, Gemeinden und Schulen, die Raumpatenschafts-Projekte durchführen, legen in der Regel bestimmte Gebiete fest und teilen diese freiwilligen Raumpaten zu, die ihr Gebiet fortan regelmässig aufräumen. Als Raumpaten engagieren können sich unter anderem Schulklassen, Vereine, politische Parteien, Unternehmen, Asylsuchende, Familien oder Privatpersonen.

Indem die betreuten Gebiete sauberer sind, steigt die Hemmschwelle, Abfall liegen zu lassen. Hinweistafeln machen die Bevölkerung zudem auf eine Raumpatenschaft aufmerksam. So geben die lokal verankerten Raumpaten dem Gebiet ein Gesicht.

So auch in Illnau-Effretikon ZH. Die Stadt führt in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) seit 2006 ein Raumpatenschafts-Projekt durch. Privatpersonen, Vereine, Schulen und Unternehmen aus Gewerbe und Detailhandel sorgen als Paten für eines von 32 festgelegten Gebieten. «Die Paten unterstützen uns zudem in verschiedenen Projekten wie dem IGSU Clean-Up-Day, was für uns eine grosse Hilfe ist», erklärt André Rietli, Leiter Entsorgung und Umwelt in Illnau-Effretikon. (mgt/aes)