Eventlizenz via Internetplattform

Eventlizenz via Internetplattform

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Teaserbild-Quelle: Bild: TalhofFestival/flickr.com

Fasnacht und Föbü-Verschuss, Sufo und St. Galler Fest, Weihnachtsmarkt, Bauernmarkt, Ökomarkt: Hunderte von Veranstaltungen finden jedes Jahr im öffentlichen Raum der Gallusstadt statt. Und sie alle müssen bewilligt werden. Nun hat die Stadt eine Internetplattform geschaffen, mit der das Bewilligungsverfahren vereinfacht und transparenter gestaltet werden soll.

Verdoppelung der kleinen Anlässen

Der Druck auf den öffentlichen Raum habe in den letzten Jahren enorm zugenommen, sagte Walter Schweizer, Leiter Bereich Bewilligungen bei der Stadtpolizei, gegenüber dem «St. Galler Tagblatt». Die Zahlen machen diesen «enormen Druck» deutlich. Zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2011 hat sich die Zahl der Bewilligungen, welche die Stadtpolizei ausgestellt hat, mehr als verdoppelt. Die Zahl der Grossveranstaltungen blieb in etwa konstant. Im Schnitt verbuchte die Stadtpolizei 27 Grossanlässe pro Jahr. Kleinere und mittlere Anlässe – Aktionen von gemeinnützigen, kulturellen und politischen Organisationen – nahmen hingegen deutlich zu. Waren es im Jahr 2000 noch 373 solcher Anlässe, bewilligte die Polizei 2011 deren 827.

Jederzeit den Überblick

Wer eine Veranstaltung organisieren möchte, muss wie bislang online ein Gesuch für eine Bewilligung einreichen. Mit der neuen Plattform kann neu jeder sehen, was wann und wo bewilligt wurde. Und welcher Ort noch für einen Anlass zu haben wäre.

Zu jedem «Eventplatz» in der Innenstadt, aufgeführt sind insgesamt 17, können zudem die «Belegungsregeln» abgerufen werden. Auch wie laut die Musik sein darf und in welchem Fall mobile WCs bereitgestellt werden müssen, können Veranstalter sehen. Telefonische Abklärungen oder Besuche auf den Polizeiposten vor dem Ausfüllen eines Bewilligungsgesuchs erübrigen sich damit für die meisten Veranstalter.

Das System solle nicht nur den Nutzern – also jenen, die um Bewilligungen ersuchen – mehr Transparenz bieten. Sondern auch Geschäften in und Bewohnern der Innenstadt. Auch andere Städte hätten bereits Interesse am St. Galler System bekundet. (mgt/aes)

Die St. Galler Bewilligungsplattform für den öffentlichen Raum