Neues Fussgängerorientierungssystem für Basel

Neues Fussgängerorientierungssystem für Basel

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Teaserbild-Quelle: Visualisierung: Maaars Architektur

Der Regierungsrat von Basel-Stadt will im Hinblick auf die Erhöhung der Standortqualität der Stadt die Besucher mit einem neuen Fussgängerorientierungssystem willkommen heissen, welches den aktuellen Bedürfnissen entspricht und die Gäste beim selbständigen Entdecken der Stadt und des Kantons unterstützt.

Das neue System wird gemäss den Bedürfnissen der Gäste den öffentlichen Verkehr mit dem Fussverkehr verknüpfen und einheitlich gestaltete Pläne zur Verfügung stellen. Im Unterschied zum bisherigen System können die neuen, benutzerfreundlich gestalteten Stadtpläne bereits von zu Hause über das Internet via das Portal des Geoviewers (www.geoviewer.bs.ch) ausgedruckt oder auch vor Ort mobil genutzt werden. An den Ankunftsorten kann der im selben Layout gedruckte Plan bezogen werden.

An allen Haltestellen der Basler Verkehrsbetriebe (BVB) und in stadtnahen Gebieten der Baselland Transport AG (BLT) zeigen die im selben Layout gestalteten Pläne, welche Museen und weitere Sehenswürdigkeiten, Hotels und kulturelle Veranstaltungsorte in Fussdistanz zu erreichen sind.

Weniger aber bessere Stelen

An den Ankunftsorten, an touristisch wichtigen Plätzen und an unübersichtlichen Orten, an denen eine rasche Orientierung notwendig ist, unterstützen die gleichen Pläne auf Stelen und einfache Richtungsweiser die Orientierung. Stelen und Richtungsweiser sind im Design aufeinander abgestimmt, sodass sie in ihrer Einheitlichkeit eindeutig als Richtungsweiser zu erkennen sind. Die Anzahl der Stelen- und Richtungsweiser wird insgesamt auf rund ein Viertel der heutigen Menge reduziert und der öffentliche Raum dadurch von Mobiliar entlastet.

Grundlage des neuen Konzepts ist die im Sommer 2012 durchgeführte Befragung von rund 1000 Gästen. Die Befragung zeigte, dass die Besucher, die zu Fuss und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, sich zum grössten Teil mit Hilfe von Stadtplänen in der Stadt zurechtfinden und die Wege selber entdecken wollen. Um diesem Bedürfnis Folge zu leisten beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat zur Umsetzung der neuen Fussgängerorientierung die Investition von knapp 3 Mio. Franken. Umgesetzt könnte die neue Fussgängerorientierung frühestens 2016 sein. Für den gesamten Unterhalt wird zum heutigen Zeitpunkt eine Bruttosumme von rund Fr. 120 000 pro Jahr geschätzt. Unter anderem wird damit die kostenlose Abgabe der Stadtpläne an die Gäste finanziert. (mgt/aes)

Mehr zu diesem Thema lesen Sie im «kommunalmagazin» Nummer 4, welches am 6. August 2014 erscheint.