Nach Volksnein zu Tram Region Bern: Gemeinden bringen Ideen

Nach Volksnein zu Tram Region Bern: Gemeinden bringen Ideen

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Teaserbild-Quelle: Bild: Marcus Cyron/Wikicommons

Der Schock sass tief: Ende September erlitt das Projekt Tram Region Bern an der Urne Schiffbruch. Die Behörden rieben sich die Augen ob des Volksneins und mussten sich wohl oder übel daran machen, nach neuen Lösungen zu suchen.

Das Tram Region Bern hätte die heute überlastete Buslinie 10 von Köniz über Bern nach Ostermundigen ersetzen sollen. Eine Auslegung in den betroffenen Gemeinden zeigt, dass es durchaus Ideen gibt. Diese sollen im Rahmen der Regionalkonferenz Bern-Mittelland koordiniert werden.

Für die Gemeinde Köniz ist eine möglichst rasche Einführung des Viertelstundentakts auf der S-Bahnlinie 6 ein zentrales Anliegen, wie die Gemeinde mitteilte. Für den Zeithorizont bis 2021 will die Gemeinde auch weitere Massnahmen prüfen, etwa ringförmig betriebene Buslinien im Raum Köniz-Liebefeld. Für die Linie 10 könnte sich Köniz eine Aufteilung in einen Ast Köniz und einen Ast Ostermundigen vorstellen, ebenso die Wiedereinführung von Eilkursen. Für die weitere Zukunft sei der Einsatz von Doppelgelenkbussen auf der Linie 10 zu prüfen. Gar eine Verlängerung der Linie des Regionalverkehrs Bern-Solothurn als U-Bahn via Inselspital, Liebefeld nach Köniz oder eine Tramlinie nach Köniz bringt die Gemeinde ins Spiel.

Dichterer Takt, skeptische Gemeinden

Die Stadt Bern habe vor, den Takt auf der Buslinie 10 zu verdichten, liess die Stadtberner Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) jüngst verlauten. Doch bei den Nachbargemeinden Köniz und Ostermundigen stösst Wyss auf Skepsis. Der Ostermundiger Gemeinderat betont etwa in einer Mitteilung, dass eine solche Taktverdichtung ohne flankierende Massnahmen nicht sinnvoll wäre.

Die Ostermundiger Stimmberechtigten sollen möglichst rasch einen Variantenentscheid zur künftigen ÖV-Feinverteilung fällen können, kündigt der Gemeinderat an. Die Varianten sollen unter der Federführung der Regionalkonferenz Bern-Mittelland und allen Partnern koordiniert werden. Zudem weibeln in Ostermundigen Tram-Befürworter bereits für ein neues Tramprojekt. (sda/aes)

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