Förderung der E-Mobilität: Gemeinsame Roadmap wird erarbeitet

Förderung der E-Mobilität: Gemeinsame Roadmap wird erarbeitet

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Teaserbild-Quelle: Joenomias/Pixabay

Auf Einladung von Bundesrätin Doris Leuthard haben sich Vertreter der Elektrizitäts- und Mobilitätsbranche mit Vertretern des Bundes, der Kantone und der Städte getroffen, um zu klären, wie der Anteil der Elektrofahrzeuge erhöht werden kann. Sie werden dazu in den kommenden Monaten gemeinsam eine Roadmap erarbeiten.

Elektroautos an einer Ladestation
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Joenomias/Pixabay

Der Bund will sich weiterhin für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Schweiz einsetzen (Symbolbild).

Elektrofahrzeuge leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der schweizerischen Energie- und Klimaziele. Unlängst hat daher der Verband der Automobilimporteure («auto schweiz») angekündigt, bis ins Jahr 2020 einen Anteil von 10 Prozent Elektroautos bei den Neuzulassungen erreichen zu wollen.

Beeinflusst werden diese Bestrebungen durch die Vorgaben zu den CO2-Zielwerten für neuzugelassene Personenwagen. Die Senkung des CO2-Zielwerts von heute durchschnittlich 130 Gramm pro Kilometer auf 95 Gramm ab 2020 stellt die Automobilbranche vor Herausforderungen.

Alle Akteure müssen einen Beitrag leisten

Auf Einladung von Bundesrätin Doris Leuthard diskutierten nun Vertreter von Bund, Kantonen, Städten, aus der Elektromobilitätsbranche sowie Flottenbetreiber und Verantwortliche der Baubranche im Rahmen eines Runden Tisches, wie der Anteil von Elektroautos innerhalb kurzer Zeit deutlich gesteigert werden kann.

Diskutiert wurde unter anderem über die zentralen Voraussetzungen für die erfolgreiche Marktentwicklung der Elektromobilität, die Ausgestaltung einer optimalen Ladeinfrastruktur sowie über Anreize und Rahmenbedingungen. Anreize sind notwendig, um eine deutliche Steigerung der Neuzulassungen zu erreichen. Hierzu sind alle Akteure aufgerufen, einen Beitrag zu leisten.

Anreize statt Kaufprämien

Seitens des Bundes wurde klar gemacht, dass es Kaufprämien für Elektrofahrzeuge, wie sie im benachbarten Ausland gewährt werden, in der Schweiz weiterhin nicht geben wird. Jedoch sollen die bestehenden Vergünstigungen wie der Verzicht auf die Automobilsteuer vorerst bestehen bleiben.

Der Bund wird sich zudem weiterhin für den Ausbau der Ladeinfrastruktur einsetzen, wie der Bundesrat in einer Medienmitteilung schreibt. Auch mit Pilot- und Demonstrationsprojekten, der Beratung von Gemeinden, Unternehmen, Immobilienbesitzern und der Bevölkerung im Rahmen des Programms «EnergieSchweiz» und zahlreichen weiteren Massnahmen soll die Entwicklung der Elektromobilität vom Bund weiterhin bestmöglich unterstützt werden.

Auf Seiten der Kantone und Gemeinden sowie aus privaten Initiativen wurden verschiedene Massnahmen umgesetzt oder in die Wege geleitet. So bestehen heute bereits flächendeckende Möglichkeiten, ein Elektrofahrzeug bei öffentlichen oder privaten Parkplätzen, etwa bei Einkaufszentren, aufzuladen.

Roadmap gestützt auf Charta von Luzern

Die Teilnehmer des Runden Tisches haben vereinbart, in den kommenden Monaten basierend auf der Elektromobilitätscharta von Luzern aus dem Jahr 2010 gemeinsam eine Roadmap für die Zeit bis 2022 zu erarbeiten. Sie soll das Ziel verfolgen, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen von Personenwagen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen, sowie Massnahmen zur Erreichung dieses Zieles enthalten. Heute liegt der Marktanteil bei 2,7 Prozent.

Die Roadmap ist auf die von der Automobilbranche bereits angekündigten Ziele abgestimmt. Betreffend die Richtwerte soll sie aber darüber hinausgehen, um die CO2-Emissionen im Verkehr rascher zu reduzieren, so die Mitteilung weiter. (mgt/nsi)