Zu teuer: Schlieren tritt aus dem Gemeindeverband aus

Zu teuer: Schlieren tritt aus dem Gemeindeverband aus

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Teaserbild-Quelle: Roland zh (CC BY-SA 3.0)

Die Stadt Schlieren hat sich im Rahmen eines Entlastungsprogramms dazu entschieden, aus dem Gemeindeverband auszutreten. Die Mitgliedschaft im Städteverband genüge, ist der Stadtrat der Meinung. Schlieren spart damit 2400 Franken pro Jahr.

Bahnhof Schlieren
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Roland zh (CC BY-SA 3.0)

Der Städteverbrand vertrete die Schlieremer Interessen besser, ist der Stadtrat der Meinung. Darum tritt die Stadt Schlieren aus dem Gemeindeverband aus.

Die Stadt Schlieren vor den Türen Zürichs wächst und wächst. Fast 19 000 Einwohner zählte man Ende 2016. Das bedingt grosse Investitionen in die Infrastruktur, was das Budget belastet. Darum hat der Stadtrat ein Entlastungsprogramm beschlossen.

In diesem Zusammenhang wurden unter anderem die Mitgliedschaften bei regionalen und nationalen Organisationen einer genauen Prüfung unterzogen und auf ihren Nutzen für die Stadt untersucht. Das Ergebnis: Schlieren tritt per 31. 12. 2017 aus dem Gemeindeverband aus und spart so 2400 Franken pro Jahr (Mitgliederbeitrag für Gemeinden über 10 000 Einwohner).

Städteverband passender für Schlieren

Die Stadt Schlieren ist bisher sowohl beim Schweizerischen Städteverband (SSV) als auch beim Schweizerischen Gemeindeverband (SGV) Mitglied. «Das Wirkungsfeld dieser zwei Organisationen überlappt sich teilweise. So vertreten beide Verbände die gemeinsamen Positionen der Städte beziehungsweise Gemeinden bei den Bundesbehörden», heisst es im Protokoll der entscheidenden Stadtratssitzung.

Mit dem Bevölkerungswachstum scheinen sich auch die Schlieremer Bedürfnisse verändert zu haben: «Im Zuge der Bereinigung der Mitgliedschaften ist der Stadtrat zur Ansicht gelangt, dass der SGV eine wertvolle Interessensvertretung der Gemeinden wahrnimmt, jedoch der SSV gezielter auf die spezifischen Anliegen von Städten (Integration, Soziokultur, Mobilität etc.) fokussiert. Daher erscheint ein Austritt aus dem SGV als angezeigt», heisst es im Protokoll. (aes)