Dicke Überraschung: Winterthur schliesst Rechnung 2014 mit Millionengewinn

Dicke Überraschung: Winterthur schliesst Rechnung 2014 mit Millionengewinn

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Teaserbild-Quelle: Bild: Simon Aughton (CC BY-SA 2.0)

16,4 Millionen Franken Gewinn statt 2,3 Millionen Franken Defizit: Völlig überraschend schliesst die Winterthurer Rechnung 2014 um 18,7 Millionen Franken besser als budgetiert. Wesentlich dazu beigetragen haben höhere Steuereinnahmen, teilt der Stadtrat mit.

Insgesamt gab die Stadt im vergangenen Jahr 1,423 Milliarden Franken aus und nahm 1,440 Milliarden Franken ein. Der daraus resultierende Gewinn wird nun dem Eigenkapital gutgeschrieben.

Winterthur hatte in der Vergangenheit massive Sparübungen durchgeführt, unter anderem wurden 110 Verwaltungsstellen nicht mehr besetzt (mehr dazu hier und hier).

Der Stadtrat bezeichnet das Ergebnis als «sehr erfreulich». Die grundlegenden Finanzprobleme der Stadt seien damit aber nicht gelöst. Nach wie vor bereite es grosse Schwierigkeiten, die laufenden Ausgaben mit den Einnahmen zu decken.

«Besorgniserregend» sei insbesondere, dass die von der Stadt kaum beeinflussbaren Kosten in den Bereichen Bildung, soziale Wohlfahrt und Gesundheit weiter anstiegen. Allein für die soziale Wohlfahrt müsse jährlich 10 Millionen Franken mehr ausgegeben werden.

Dank HRM2 wächst das Eigenkapital

Hauptgründe für die markante Verbesserung der Rechnung sind laut Stadtrat höhere Steuererträge, eine tiefere Zinsbelastung sowie der Wechsel zum harmonisierten Rechnungsmodell HRM2. Bei der Budgetierung seien noch nicht alle Konsequenzen dieser Umstellung zu erkennen gewesen, heisst es im Bericht der Exekutive.

Mit der Umstellung auf HRM2 war eine Aufwertung des allgemeinen Verwaltungsvermögens verbunden. Nach Abzug des Beitrags der Stadt an die Sanierung der Pensionskasse wurde das Eigenkapital um 34 Millionen auf rund 64 Millionen Franken aufgewertet. Zusammen mit dem Gewinn in der laufenden Rechnung erhöhte sich dieses auf rund 80 Millionen Franken.

Die Steuererträge übertrafen die Erwartungen um 10,2 Millionen Franken. Zurückzuführen war dies im Wesentlichen auf Mehrerträge bei den Steuern von juristischen Personen der Vorjahre. Gemäss Stadtrat handelt es sich damit um einen «Einmaleffekt ohne Trendcharakter für die kommenden Jahre». (sda/aes)


Die ausführliche Mitteilung der Stadt Winterthur zur Rechnung 2014