Luzerner Stadtrat will Stadtbild-Initiative für ungültig erklären

Luzerner Stadtrat will Stadtbild-Initiative für ungültig erklären

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Teaserbild-Quelle: Bild: Kačka a Ondra/Flickr

Die Initianten fordern, dass neue Hochhäuser nur noch in fünf definierten Zonen errichtet werden dürfen. Neben dem Stadtteil Littau betrifft dies Büttenen nördlich der Kreuzbuchstrasse, Reussport und Reussmatt, zwischen Damm- und Sentimattstrasse, entlang der Bernstrasse sowie entlang der Eichwaldstrasse. Damit sollen die Kernstadt und die Seeufer geschützt werden.

Weil man im Stadtrat die Rechtmässigkeit der Initiative anzweifelte, wurde die Universität Bern mit einem Gutachten beauftragt. Laut Stadtrat zeigt das Gutachten, das Professor Pierre Tschannen vom Institut für öffentliches Recht in Bern erstellte, dass die Initiative nicht gültig ist.

Initiative widerspricht Planbeständigkeit

Dies, weil beispielsweise die Hochhausstandorte Bundesplatz, Pilatusplatz und Steghof bereits wieder aufgegeben werden müssten, nachdem sie im  Juni 2013 von den Luzerner Stimmberechtigten im Rahmen der Abstimmung zur neuen Bauzonenordnung gutgeheissen worden waren. Geänderte Anschauungen können gemäss Gutachten aber erst berücksichtigt werden, wenn sich der Zeitpunkt der nach zehn bis fünfzehn Jahren fälligen Gesamtrevision nähert. Damit widerspricht die Initiative der im Bundesgesetz festgeschriebenen Planbeständigkeit.

Mit der Initiative werde der Volkswille innert kurzer Zeit wieder grundsätzlich in Frage gestellt, ohne dass triftige Gründe vorlägen, heisst es dazu in der Medienmitteilung. Der Stadtrat schliesst sich den Ergebnissen des Gutachtens an und beantragt nun dem Grossen Stadtrat die Initiative für ungültig zu erklären. Das Parlament fällt den Entscheid voraussichtlich am 21. Mai. (mai/mgt/aes)