Luzerner Gemeinden werden mit Glasfaser vernetzt

Luzerner Gemeinden werden mit Glasfaser vernetzt

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Teaserbild-Quelle: Bild: escapechen/pixelio.de

Der Kanton Luzern und seine Gemeinden wollen ihre Leistungen im Bereich des elektronischen Datenaustausches bürgernäher und effizienter erbringen. Dazu werden in den nächsten Jahren die Gemeinden mit Glasfaser (Lichtwellenleiter) an das Informatiknetzwerk des Kantons Luzern (LUnet) angebunden. Dadurch soll eine weitere Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Verwaltungsebenen erreicht werden.
Das Vertragswerk für Lichtwellenleiter (LWL) ist bereits von 64 Gemeinden unterzeichnet, weitere sollen folgen. Voraussetzung für den künftig gewünschten, durchgängig elektronischen Datenverkehr sind leistungsfähige Datenleitungen. Lichtwellenleiteranschlüsse erfüllen diese Anforderung am besten, teilt der Kanton mit. Sie ermöglichen zudem, künftig vermehrt auch Anwendungen über das LUnet zu betreiben.

«Lohnende Investition »
Der Anschluss der Gemeinden mit LWL erfolgt schrittweise ab Januar 2013. Bis Oktober 2015 werden alle Gemeinden, die den Vertrag unterzeichnen, über einen LWL-Anschluss verfügen. «Zuverlässige sowie leistungsstarke Datenleitungen sind entscheidend für die Serviceleistungen der öffentlichen Hand und deshalb eine lohnende Investition in die Zukunft», sagt Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos), der auch für die Informatik des Kantons Luzern verantwortlich ist.

Hohe Datensicherheit
LUnet, das bereits seit einigen Jahren durch den Kanton betrieben wird, ist ein geschlossenes Netzwerk, dessen Nutzung ausschliesslich den kantonalen Dienststellen, den Gemeinden und den öffentlich-rechtlichen Anstalten zur Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrages offen steht. Die verschiedenen Übergänge von LUnet zu den Gemeindenetzwerken (und umgekehrt) sind bereits heute mit einer Sicherheitsinfrastruktur geschützt. Mit dem Bau des Glasfasernetzes wird nun die dringend notwendige Kapazitätserweiterung für die Datenübertragung realisiert. Mit der Optimierung des Datenaustausches stehe gleichermassen die Gewährleistung der Sicherheit im Zentrum.

Finanzielle Unterstützung für die Gemeinden
Die Verantwortung und damit auch die Kosten für Planung und Inbetriebnahme des LUnet LWL-Anschlusses für die Gemeinden liegen beim Kanton. Diese umfassen die einmaligen Inbetriebnahmekosten von 4000 Franken pro Gemeinde sowie den Ausbau des LUnet-Kernnetzwerkes und Investitionen in Hard- und Software über insgesamt rund 280 000 Franken. Auch die wiederkehrenden Kosten von jährlich rund 100 000 Franken für den Unterhalt und das reibungslose Funktionieren der Kommunikationsnetze werden durch den Kanton getragen. Die Gemeinden ihrerseits bezahlen jährliche Mietkosten für die LWL-Verbindung.
Marcel Schwerzmann: «Mit einem durchgängig elektronischen Datenverkehr lassen sich die Verwaltungsprozesse bevölkerungs- und wirtschaftsnah, effizient und effektiv gestalten. Mit einem Glasfasernetz zwischen Kanton und Gemeinden wird auch ein wichtiger Meilenstein für die Einführung von E-Government im Kanton Luzern gesetzt.» (mgt/aes)