Luzerner Asylzentrum Hirschpark wird zur Dauerlösung

Luzerner Asylzentrum Hirschpark wird zur Dauerlösung

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Teaserbild-Quelle: Bild: Google Maps

Das Asylzentrum Hirschpark wurde im Mai 2014 als temporäre Lösung für drei Jahre eröffnet. Ab 2017 war eine längerfristige Nutzung der Liegenschaft Hirschpark durch die Luzerner Psychiatrie vorgesehen, diese orientiert sich zurzeit jedoch räumlich neu. Der Kanton und die Stadt Luzern haben sich deshalb darauf geeinigt, das Asylzentrum Hirschpark in eine dauerhafte Lösung zu überführen.Auf eine geplante Containersiedlung im Gebiet Eichwald dagegen wird verzichtet, wie die Luzerner Staatskanzlei mitteilte. Bereits im Januar 2015 hatte der Regierungsrat das 5,7-Millionen-Projekt aufgrund der Kosten sistiert.

Kapazität des Asylzentrums Hirschwald wird ausgebaut

In der Liegenschaft Hirschpark wird die Kapazität von 100 auf 180 Sollplätze ausgebaut. Seit mehreren Monaten sind angesichts der Flüchtlingskrise in der Anlage bis zu 200 Personen untergebracht. Die Unterkunft gehört dem Kanton Luzern. Dieser will das Gesuch für den Umbau voraussichtlich im Sommer 2016 bei der Stadt einreichen.

Die Luzerner Stadtregierung erklärt in einer Stellungnahme, sie komme mit dem Entscheid ihrer Verantwortung nach, langfristig Wohnraum für Asylsuchende und Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Die Erfahrungen aus dem Betrieb der vergangenen anderthalb Jahre seien gut.

Die gegenseitigen Verpflichtungen von Stadt und Kanton zur Erweiterung und zum Betrieb des Hirschparks als Asylzentrum regelt eine Vereinbarung. Darin ist unter anderem festgehal-ten, dass der Kanton für den Ausbau und die unbefristete Nutzung des Hirschparks als Asyl-zentrum ein ordentliches Baugesuch eingeben muss. Der Kanton garantiert zudem eine 24-Stunden-Aufsicht und die Sicherheit in der näheren Umgebung durch eine private Sicher-heitsfirma. Für die Bevölkerung wird eine ständig besetzte Notfallnummer zur Verfügung stehen. Eine Begleitgruppe aus Vertretungen von Kanton, Stadt, Quartierverein, Kirche, Schule und weiteren Anspruchsgruppen steht bereits im Einsatz und wird weiter geführt.

Entlastung bei den Sozialhilfekosten

Durch eine unbefristete Nutzung der kantonseigenen Liegenschaft würden die Kosten im Asyl- und Flüchtlingsbereich optimiert, teilt der Kanton Luzern mit. Die Stadt werde durch die höhere Zentrumskapazität bei der Platzierung von Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich in privatem Wohnraum entlastet. Längerfristig führe diese Reduktion für die Stadt Luzern zu einer Entlastung bei den Sozialhilfekosten.

Aufgrund der weiterhin angespannten Unterbringungssituation verlängert die Stadt Luzern auch die Nutzung der Zivilschutzanlage Areal Eichhof um drei Monate bis Ende April 2016. Aufgrund des technischen Zustandes der Lüftungs- und Elektroanlagen sei danach kein weiterer Dauerbetrieb mehr möglich. Die Stadt muss deshalb an einem andern Ort 60 bis 70 Plätze suchen. (sda/mgt/mrm)