Leggia und Verdabbio stossen zu Grono

Leggia und Verdabbio stossen zu Grono

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Teaserbild-Quelle: Bild: Giorgio Tarabra (CC BY-SA 3.0)

Der Bündner Grosse Rat wird in der Augustsession 2016 über eine weitere Gemeindefusion entscheiden: Die Regierung unterbreitet dem Parlament eine Botschaft zum Zusammenschluss der drei Misoxer Gemeinden Leggia, Grono und Verdabbio zur Gemeinde Grono.

Die Fusion soll per 1. Januar 2017 vollzogen werden. Damit reduziert sich die Anzahl Gemeinden im Kanton auf 112 (2016:114). Die Gemeindefusion ist das Ergebnis von Bemühungen zu territorialen Reformen in der Region, die schon seit geraumer Zeit andauern.

«Reformprozess nicht abgeschlossen»

Einem Projekt, welches die strukturelle Zusammenführung aller Gemeinden des Misox zu einer oder allenfalls zwei Gemeinden zum Inhalt hatte, war kein Erfolg beschieden. Daraus folgte jedoch ein kleineres Projekt mit den drei Gemeinden Leggia, Grono und Verdabbio. «Mit diesem Zusammenschluss wird der Reformprozess in der Talschaft nicht abgeschlossen sein», meint die Bündner Regierung in einer Mitteilung. Auf den 1. Januar 2015 schlossen sich im benachbarten Calancatal bereits vier Gemeinden zur Gemeinde Calanca zusammen.

Die Stimmberechtigten der Gemeinden Grono, Leggia und Verdabbio stimmten am 29. November 2015 mit Resultaten zwischen 80 und 94 Prozent dem Fusionsvertrag deutlich zu. Durch den Zusammenschluss entsteht eine Gemeinde mit rund 1300 Einwohnern sowie mit einer Fläche von 3709 Hektaren. Die fusionierenden Gemeinden arbeiten seit Jahren in verschiedenen Bereichen intensiv zusammen. Kooperationen bestehen auch über die neue Gemeindegrenze hinaus.

Der Gemeindezusammenschluss wird durch den Kanton mit einem Förderbeitrag von insgesamt 5,41 Millionen Franken unterstützt. (mgt/aes)