Zürcher Regierungsrat schafft Fach- und Koordinationsstelle Open Government Data

Zürcher Regierungsrat schafft Fach- und Koordinationsstelle Open Government Data

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Der Zürcher Regierungsrat hat nach einer Aufbauphase beschlossen, eine Fach- und Koordinationsstelle Open Government Data zu schaffen und definitiv einzuführen. Er erstellt dazu die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung im Bereich der Geodaten.

Offenes Tor
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Der Kanton Zürich öffnet das Tor zu seinen Daten für die Öffentlichkeit.

Open Government Data (OGD) sind Datenbestände der öffentlichen Verwaltung, die im Interesse der Allgemeinheit zur freien Weiternutzung und in maschinenlesbarer Form offen zugänglich gemacht werden, soweit sie keiner Schutzbestimmung unterstehen.

Der Zürcher Regierungsrat hatte beschlossen, ein bedarfsgerechtes Angebot an offenen Behördendaten bereitzustellen, und die Staatskanzlei beauftragt, während der Aufbauhase 2015 und 2016 eine OGD-Koordinationsstelle einzurichten und in Zusammenarbeit mit den kantonalen Verwaltungseinheiten ein kantonales OGD-Angebot aufzubauen.

Insgesamt konnten so während der Aufbauphase 340 Datensätze auf opendata.swiss – dem Portal für Schweizer Open Government Data des Bundes – zugänglich gemacht werden, 305 Datensätze vom Statistischen Amt und 35 von der Abteilung Geoinformation. Auch bisher unveröffentlichte Datensätze wurden als OGD publiziert, so wurden zum Beispiel das digitale Terrain- und Oberflächenmodell oder das Abstimmungsarchiv des Kantons Zürich als OGD zur Verfügung gestellt.

Angebot wird ausgebaut

Um besser auf die Bedürfnisse reagieren zu können und OGD im Kanton zu fördern, hat der Regierungsrat nun beschlossen, per 2018 eine Fach- und Koordinationsstelle Open Government Data im Statistischen Amt zu schaffen. Damit soll die Unterstützung der Verwaltungsstellen für OGD gestärkt und Synergieeffekte und bestehendes Fachwissen genutzt werden. Die Ansiedlung der Thematik entspricht der gängigen Praxis in der Mehrheit der Kantone, die OGD publizieren, und der Stadt Zürich.

Im Weiteren schafft der Regierungsrat die rechtlichen Voraussetzungen für die offene Zugänglichkeit und freie Wiederverwendung von Geodaten, sofern dadurch nicht Datenschutz-, Urheberrechts- oder Informationsschutzbestimmungen verletzt werden. Ab Januar 2018 sind ein Grossteil der Geodaten des Kantons und der Gemeinden gebührenfrei und ohne Einschränkungen nutzbar. Von besonderem Interesse für die Öffentlichkeit sind dabei die Grundlagendaten der Amtlichen Vermessung. (mgt/aes)