Stadt Zürich zufrieden mit erster Online-Stadtdebatte

Stadt Zürich zufrieden mit erster Online-Stadtdebatte

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Vom 15. bis 17. September 2011 bot die als Pilotprojekt durchgeführte Online-Stadtdebatte im Rahmen des Legislaturschwerpunkts «Stadt und Quartiere gemeinsam gestalten» allen Zürich-Interessierten die Möglichkeit, Fragen rund um Zürichs zukünftige Stadtentwicklung zu diskutieren. Die rund 2000 Beiträge wurden in einem Bericht ausgewertet.

Textvolumen: 660 A4-Seiten

Die Diskussion verlief über alle drei Tage engagiert und konstruktiv. Die Teilnehmenden lancierten insgesamt 337 Diskussionen, die im Durchschnitt sechs Beiträge umfassten. Die 1996 Beiträge ergaben ein Textvolumen von rund 660 A4-Seiten. An der Debatte haben Personen aus 216 Schweizer Gemeinden teilgenommen. Diese stammten zu drei Vierteln aus der Stadt Zürich, zu 14 Prozent aus dem Kanton Zürich und zu 8 Prozent aus der übrigen Schweiz. Untervertreten waren die unter 18-Jährigen und mit nur rund einem Drittel die Frauen. Die Teilnehmenden hatten mehrheitlich ein hohes Bildungsniveau (zwei Drittel mit Hochschulabschluss) und besassen in der überwiegenden Mehrheit die Schweizer Staats-angehörigkeit (90 Prozent).

Diskutiert und debattiert wurde in fünf Themenforen: «Wie soll sich die Stadt baulich verändern?», «Wo liegen Zürichs Grenzen?», «Wie wollen wir zusammenleben?», «Wie leben wir mit 2000 Watt?» und «Wie bewegen wir uns in der Stadt?». Die Stadt sieht sich aufgrund der diskutierten Themen in vielen Bereichen in ihrem Handeln grundsätzlich bestärkt und bestätigt.

Künftig vermehrter Online-Dialog

Die beachtliche und positive Resonanz der Online-Stadtdebatte zeigt ein ausgewiesenes Interesse der Bevölkerung an einem Online-Austausch zu Fragen der Stadtentwicklung. Die Stadt erachtet es deshalb als sinnvoll, Online-Austausch- und Dialogformen bei künftigen Projekten und Prozessen zur Stadt- und Quartierentwicklung vermehrt einzubeziehen und will geeignete Formen und Kanäle prüfen. Aufgrund der Art und Ausrichtung von Projekten und Prozessen sind drei Stossrichtungen absehbar.

Erstens: Grosse Online-Stadtdebatten eignen sich für allgemeine Stimmungsbilder – beispielsweise zu gesamtstädtischen Strategien. In Ergänzung zu den vielerorts durchgeführten und erprobten informellen Mitwirkungsverfahren zu konkreten Vorhaben sollen zweitens die Möglichkeiten einer virtuellen Beteiligung (ePartizipation) ausgelotet werden. Für den Online-Austausch mit der Bevölkerung zu städtischen Berichten und Studien oder über begrenzten aktuelle Fragestellungen und Themen wird drittens die Einrichtung einer jeweils temporär offenen Online-Dialog- und Feedback-plattform (Webforum) geprüft. (mgt/aes)

Stellungnahmen der Stadt Zürich zu den Vorschlägen der Online-Stadtdebatte und weitere Informationen