Schweiz unterzeichnet europäische Deklaration zu E-Government

Schweiz unterzeichnet europäische Deklaration zu E-Government

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: cosmix/Pixabay

Bundesrat Ueli Maurer hat im Rahmen der «Ministerial eGovernment Conference» in Estland eine von EU und EFTA gemeinsam erarbeitete «Declaration on eGovernment» unterzeichnet. Die Deklaration enthält fünf zentrale Prinzipien für E-Government und soll als Leitfaden zur Weiterentwicklung dienen.

Hand am Computer
Quelle: 
cosmix/Pixabay

Mit der Tallinn-Deklaration wird angestrebt, dass die IT-Systeme national und international kompatibel sind.

Im Rahmen des Ministertreffens am 6. Oktober 2017 in Tallinn haben die 32 Länder der EU und der EFTA eine gemeinsame Deklaration zur Förderung von E-Government unterzeichnet. Mit der «Tallinn Declaration on eGovernment» soll eine gemeinsame Basis gelegt werden, um die Digitalisierung der Verwaltung nicht nur national, sondern auch international voranzutreiben.

Unter anderem sollen Dienstleistungsprozesse der Verwaltung möglichst digital und für alle zur Verfügung stehen. Auch soll die Dateneingabe für Bürger sowie Unternehmen zuverlässig und sicher sein und nur einmal getätigt werden müssen. Zudem wird angestrebt, dass die IT-Systeme national und international kompatibel sind.

Überarbeitung der E-Government-Strategie

Die Ziele der Deklaration stehen im Einklang mit den vom Bundesrat verabschiedeten Strategien in diesem Bereich («Strategie Digitale Schweiz», «Strategie E-Government Schweiz», «Strategie für die Informations- und Kommunikationstechnik Bund», «Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken»). Bei der anstehenden Überarbeitung der E-Government-Strategie Schweiz soll eine verstärkte Abstimmung mit den Prinzipien der Tallinn-Deklaration erfolgen.

Grenzüberschreitende Prozesse gemeinsam angehen

Mit der Unterzeichnung durch Bundesrat Ueli Maurer unterstreicht die Schweiz die Wichtigkeit von E-Government im eigenen Land wie auch über die Landesgrenzen hinweg. Elemente dieser Deklaration betreffen auch die interkantonale und internationale Zusammenarbeit, sowie den gegenseitigen Wissenstransfer und das Nutzen von Expertenwissen. Von bestehenden Lösungen kann profitiert werden und grenzüberschreitende Aufgaben und Prozesse können gemeinsam angegangen werden.

Erarbeitet wurde die Deklaration durch die EU- und EFTA-Arbeitsgruppe «E-Government Action Plan Steering Board», in welcher auch die Schweiz durch das Informatiksteuerungsorgan des Bundes (ISB) vertreten ist. (mgt/nsi)