Politische Machtspiele im eigenen Imperium

Politische Machtspiele im eigenen Imperium

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Teaserbild-Quelle: Bild: store.steampowered.com

Die Geschichte beginnt im Jahre 1820. Bevor das PC-Game richtig losgeht, steht der Spieler schon vor der ersten wichtigen Entscheidung: Er muss seine Familie aussuchen – ein Privileg, von dem im echten Leben wohl so manch einer gerne Gebrauch machen würde. Doch die Wahlmöglichkeiten sind auch in der virtuellen Welt von «Urban Empire» nicht unbegrenzt: Zur Auswahl stehen vier politisch einflussreiche, aber sehr verschieden orientierte Familien. Ob der Spieler sich auf die Werte der Familie verlässt, die sich für soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einsetzt, oder doch lieber aus einem dem wissenschaftlichen Fortschritt verschriebenen Umfeld stammen will, bleibt ihm überlassen.

Nichts führt am Stadtrat vorbei

Ist die Entscheidung einmal gefallen, baut der Spieler seine eigene Stadt auf und beherrscht sein hoffentlich florierendes Imperium während 200 Jahren – über fünf ereignisreiche Epochen hinweg. Er ist zuständig für Infrastrukturbau, Städteplanung und jede Menge politische Entscheidungen. Im Vergleich zu bekannten Städtebau-Games wie «SimCity» kann der Bürgermeister aber nicht einfach bauen, was das Zeug hält. Zuerst muss er den Stadtrat von seinen Bauvorhaben und allen anderen Absichten überzeugen – und darf dabei die Bedürfnisse seiner Bürger nicht vergessen.

In «Urban Empire» gibt es sechs Bürger-Bedürfnisse, etwa Sicherheit und Gesundheit, aber auch Entertainment darf nicht fehlen. Je nachdem welche Bedürfnisse der Bürger gedeckt sind, verändert sich der Erfolg bestimmter Industriezweige und dies wiederum beeinflusst, welche Ratsparteien gut bei den Wählern ankommen.

«Brainpower» für mehr Innovation

Als ob der Aufbau eines Imperiums und die politische Verantwortung noch nicht genug wären, dreht sich «Urban Empire» ausserdem um den technologischen Fortschritt, den es als Bürgermeister selbstverständlich zu nutzen gilt. Mit dem Bau von zusätzlichen Bildungsgebäuden wird beispielsweise «Brainpower» generiert, wodurch die Forschung angekurbelt wird. Da das Computerspiel die Entwicklungen der letzten 200 Jahre widerspiegelt, dürfte dem Bürgermeister viel daran liegen, Innovation zu fördern und neuen Erfindungen nicht im Weg zu stehen.

Gelingt die Wiederwahl?

Der Spieler muss politische Rückschläge überstehen, mit weltverändernden Ereignissen umgehen können und sich bahnbrechende Erfindungen zunutze machen. Und das in einer Stadt, in der sich die Zusammensetzung der Ratsparteien ständig verändert, in der Bestechung zur Gewohnheit wird und in der ab einem bestimmten Level sogar Bürgermeisterwahlen hinzukommen. Ob der Spieler bei so viel Verantwortung und politischen Machtspielen die Gunst der Wähler gewinnen kann und wieder gewählt wird? (nsi)



«Urban Empire» von Kalypso Media Digital, veröffentlicht am 20. Januar 2017,
38 Franken im Steam-Shop.