Erste nationale E-Government-Studie liegt vor

Erste nationale E-Government-Studie liegt vor

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Teaserbild-Quelle: Tim Reckmann / Pixelio

Die erste nationale E-Government-Studie zeigt: Bevölkerung, Unternehmen und Vertreter aller drei Staatsebenen wünschen sich einen Ausbau des bestehenden E-Government-Angebots. Sorgen bereitet den Privaten vor allem der Datenschutz.

Steuerdaten auf CD
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Tim Reckmann / Pixelio

Die Befragung der Bevölkerung hat gezeigt, dass das fehlende Vertrauen in den Datenschutz als Nutzungsbarriere empfunden wird.

Die Geschäftsstelle E-Government Schweiz publizierte in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) die erste nationale E-Government-Studie. Im Rahmen einer repräsentativen Untersuchung wurden Bevölkerung, Unternehmen und Behördenvertreter von Bund, Kantonen und Gemeinden zur Nutzung von elektronischen Behördenleistungen befragt.

Zeitersparnis durch Onlinedienste

Die Zufriedenheit mit den angebotenen elektronischen Dienstleistungen der Verwaltungen ist in der Bevölkerung wie auch den Unternehmen hoch. Bei konkreter Nachfrage, welche der bereits genutzten Behördenleistungen sie gerne elektronisch erledigen möchten, steht E-Voting bei der Bevölkerung an erster Stelle.

Die Befragung in den Unternehmen ergab den Wunsch, die Meldung von Mutationen ans Handelsregister elektronisch abzuwickeln. Beide Nutzergruppen geben an, dass die zeitliche Flexibilität wie auch die Zeitersparnis für die Online-Abwicklung spreche.

Sorgen um Datenschutz

Grösste Nutzungsbarriere ist für die Bevölkerung das fehlende Vertrauen in den Datenschutz, während Unternehmensvertreter angeben, das Haupthindernis bestehe in der Schwierigkeit, das richtige Angebot der Behörden zu finden.

Ressourcen fehlen

Die Behörden sprechen sich für einen Ausbau von E Government-Dienstleistungen aus. Auf Bundesebene liegt die Hauptmotivation auf der Prozessoptimierung, während Kantone und Gemeinden primär die Benutzerfreundlichkeit ihrer Angebote steigern wollen. Gebremst werden alle drei Behördenebenen durch fehlende personelle, finanzielle und zeitliche Ressourcen.

Fortschritt langfristig messen

Das unabhängige Meinungsforschungsinstitut Demoscope realisierte die Studie von der Befragung bis zur Analyse der Ergebnisse. Die E-Government-Studie wird zum zentralen Monitoring-Instrument der Geschäftsstelle E-Government Schweiz. Um den langfristigen Fortschritt der E-Government-Dienstleistungen messen zu können, wird die Studie über mehrere Jahre durchgeführt. (mgt/nsi)