Immer mehr Kantone erlassen Feuerverbote

Immer mehr Kantone erlassen Feuerverbote

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Teaserbild-Quelle: Bild: John McColgan/Wikicommons

Zug und Luzern verhängten am Donnerstag generelle Feuerverbote. Schwyz folgte am Freitag. Dort ist es ab sofort untersagt, in Wäldern, in Waldesnähe und in der offenen Landschaft Feuer zu entfachen, Raucherwaren wegzuwerfen, Feuerwerke zu zünden oder Heissluftballone steigen zu lassen.

Die Verbote gelten wegen der Gefahr von Funken auch für offizielle Feuerstellen. Erlaubt hingegen bleibt das Grillieren in Gärten oder auf Balkonen mit Gas- oder Holzkohlegrills sowie in festen Cheminées.

Die Kantone Obwalden und Uri gehen bei den Feuerverboten von einer geringeren Gefahrenstufe aus. Sie verbieten offenes Feuer lediglich in Wäldern und an Waldrändern.

Im Kanton Freiburg ist das Feuern im Freien und das Abbrennen von Feuerwerk ab Freitag untersagt. Vom Verbot ausgenommen ist das Grillieren ausserhalb bewaldeter Gebiete.

Grosse Waldbrandgefahr, wenig Wasser

In weiten Teilen der Schweiz herrscht erhebliche, grosse oder gar sehr grosse Waldbrandgefahr. Am Mittwoch hatten darum die Kantone Aargau und Jura ein Feuerverbot im Wald und in Waldesnähe erlassen. Ähnliche Verbote gelten bereits in den beiden Basel, im Kanton Genf, Neuenburg, Graubünden, Solothurn, Waadt, Wallis und im Tessin.

Andere Kantone rufen ihre Bevölkerung dazu auf, vorsichtig mit Feuern umzugehen. In Zürich sollten Feuer etwa nur in befestigten Feuerstellen entfacht werden. Zudem sollten sie gut überwacht und anschliessend vollständig mit Wasser gelöscht werden.

Auch Bauern leiden

Folgen hat die Hitzeperiode auch für die Landwirte. So sind etwa beim Kanton Zürich mehr Gesuche für Bewässerungen von landwirtschaftlichen Kulturen eingegangen, wie die Baudirektion am Donnerstag mitteilte.

Im Kanton Aargau ist es Bauern verboten, aus verschiedenen mittleren und kleineren Bächen Wasser zu pumpen, um ihre Felder zu bewässern. Auch Freiburger Bauern dürfen ab Freitag aus vielen Gewässern kein Wassern mehr schöpfen. Die Gemüseproduzenten im Grossen Moos können aber noch auf Wasser aus dem Murtensee zählen, der noch nicht gesperrt wurde. (sda/aes)