Digitalisierung: Angst vor Jobverlust?

Digitalisierung: Angst vor Jobverlust?

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: geralt/Pixabay

Zunehmend prägt die Digitalisierung den Arbeitsalltag – und auch den Arbeitsmarkt. In der Schweiz schätzt über ein Viertel der Arbeitnehmer die Wahrscheinlichkeit eines Stellenverlustes innerhalb der nächsten zehn Jahre durch die Digitalisierung als mittel bis hoch ein. Der öffentliche Sektor liegt im Schnitt. Dies zeigt der heute veröffentlichte «Barometer Gute Arbeit». Er wird von der  Arbeitnehmerorganisation «Travail.Suisse» regelmässig in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule erhoben.

Frau und Roboter
Quelle: 
geralt/Pixabay

Bedroht die Digitalisierung unsere Arbeitsplätze? Die Arbeitnehmer sind sich uneinig.

Dabei kristallisierten sich drei Gruppen heraus: Rund die Hälfte der Angestellten erachtet die Wahrscheinlichkeit eines Stellenverlustes im Zuge digitaler Technologien als sehr niedrig und knapp ein Viertel als niedrig. Ein weiteres gutes Viertel schätzt das Risiko als mittel bis hoch ein. Das ist insgesamt ein gutes Prozent mehr als im Vorjahr.

Weniger Sorgen auf dem Bau

Allerdings wird dieses Risiko nicht in allen Branchen gleich gesehen. Am wenigsten Sorgen macht sich, wer auf dem Bau arbeitet. Bauleute erachten die Gefahr eines Stellenverlustes durch die Digitalisierung als sehr gering: Lediglich 14 Prozent der Befragten gehen von einer mittleren bis hohen Wahrscheinlichkeit eines Stellenverlustes aus.

Am stärksten sorgen sich Angestellte des Detailhandels, von ihnen befürchten ein Drittel, dass ihr Job der Digitalisierung zum Opfer fällt. Bei den Arbeitnehmern in der öffentlichen Verwaltung sind es 26 Prozent, die damit rechnen, dass sie ihren Arbeitsplatz in den kommenden zehn Jahren wegen der Digitalisierung verlieren könnten.

Bildungsunterschiede

Zudem gibt es je nach Bildungsniveau der Arbeitnehmer Unterschiede: Bei denjenigen, die eine Fachhochschule oder ein Studium absolviert haben schätzen lediglich 22 Prozent der Befragten das Risiko mittel bis hoch ein. Derweil sind es bei denjenigen, die nur die obligatorische Schule abgeschlossen haben, mehr als doppelt so viele. (mai/pd)