Geräteträger für alle Herausforderungen

Geräteträger für alle Herausforderungen

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Teaserbild-Quelle: zvg

Es kommt nicht jeden Tag vor, dass man einen Mammutbaum verpflanzt. Auch nicht im Kloster Disentis GR, wo Bruder Murezi mit dem Frontlader seines Geräteträgers, einem Kärcher MIC 84, zunächst Abraum beiseiteschafft. Aber mit der richtigen Ausrüstung ist selbst das keine Mammutaufgabe. «Nur harte Arbeit», sagt Murezi lachend. Der 21-Jährige, der seit eineinhalb Jahren im altehrwürdigen Kloster lebt, ist nicht nur Novize, sondern auch gelernter Landschaftsgärtner.

Gemeinsam mit dem Leiter des Gartenteams des Klosters und drei Kollegen kümmert er sich in der Benediktiner-Abtei um die Grünanlagen und den Klostergarten. Murezi bindet
fachmännisch einen Stoffsack um das Wurzelwerk des Baumes. «Schon vor Hunderten von Jahren haben Mönche hier mit dieser exotischen Baumart experimentiert», sagt der junge Mönch. Vor dem Kloster soll der Baum künftig auf einer Wiese in den Himmel wachsen.

Am bisherigen Standort beim Klostergarten ist es eng – bei Arbeiten wollen Manöver wohl überlegt sein. Gut, dass der anthrazitfarbene Geräteträger ausgesprochen wendig ist. Hier können sich die Landschaftsgärtner ganz auf die vollhydraulische Knicklenkung des Kärcher-Multitalents verlassen, das im Kloster seit Anfang 2017 eingesetzt wird. Mit einem inneren Wenderadius von gerade mal 1,5 Metern nimmt das Fahrzeug auch die schwierigste Kurve. «Ich bin immer noch erstaunt, wie beweglich der Geräteträger ist», sagt Bruder Murezi.

Der Novize setzt sich ans Steuer und hebt den Baum vorsichtig mit der Palettengabel aus dem Erdreich – auch der Frontkraftheber ist hydraulisch. Und dann wird es steil. Vor der Kulisse der schneebedeckten Gipfel der Bündner Alpen schiebt sich der MIC 84 die kleine Strasse nach oben. Der Weg ist nass und rutschig, die zu verpflanzende Fracht baumelt hin und her. Auf dem Klostergelände sind Steigungen von bis zu 33 Prozent zu bewältigen. Das ist kein Problem für den Turbo-Diesel-Knicklenker, der mit seinem Allradantrieb und automatischer Traktionskontrolle auch bestens für Schnee und Eis gewappnet ist und so das ganze Jahr über sicher ans Werk gehen kann.

Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich das Multifunktionsfahrzeug zum Winterdienst-Profi und schafft mit 84 PS den Schnee beiseite. Das war mitunter entscheidend für die Anschaffung des MIC 84, denn die Anforderungen an das neue Gerät hatten es in sich: Extreme Steigung, enge Wege und zum Klosterplatz hin eine ausgesprochen schmale Serpentinen-Zufahrt mit einer steilen Rampe, die im Winter vollständig geräumt werden muss. Teilweise kann nur stückweise und damit sehr zeitaufwändig gearbeitet werden. Denn an engen Stellen kann der Schnee nicht einfach seitlich beiseitegeschoben werden, sondern muss einige Meter nach vorne mitgeschoben werden – auf der Rückseite des Klosters bis zu 75 Meter. «Bei 30 oder 40 Zentimeter Nassschnee kommen da schnell zwei Tonnen zusammen», erklärt Klaus Steigner, der Aussenbereichs-Chef des Klosters.

«Eine Steigung von rund 33 Prozent ist im Fahrzeugbereich ein Knackpunkt», erklärt Hansueli Frutig vom Kärcher-Aussendienst. Zum Vergleich: Die laut «Guinness-Buch der Rekorde» steilste Strasse der Welt, die Baldwin Street im neuseeländischen Dunedin, rühmt sich einer Steigung von 35 Prozent. Klar, in der Schweiz sind oft starke Steigungen zu bewältigen, und geräumt werden müssen nicht nur befestigte Strassen, sondern etwa auch Wanderwege. «Aber obwohl die Gegend nicht hochalpin ist wie etwa St. Moritz oder das Berner Oberland, hatten wir noch nie zuvor einen solch herausfordernden Anstieg wie in Disentis zu bewältigen», so der Kärcher-Experte.

Neben der Leistungsstärke war für das Kloster die Sicherheit die entscheidende Motivation für die Neuanschaffung. Die grösste Herausforderung bei solch beachtlichen Steigungen liegt laut Frutig darin, dass das Fahrzeug jederzeit sicher stehen können muss und der Fahrer die Möglichkeit hat auszusteigen. Da ist nicht zuletzt hohe Bremsleistung gefragt. Klaus Steigner hatte den gesamten Fahrzeugmarkt abgeklappert und konnte vor dem Kauf des Kärcher-Geräteträgers auch mit einer vergleichbaren Fünf-Tonnen-Maschine der
Nachbargemeinde einen Testlauf machen, kam jedoch zum Klosterplatz nicht durch.

«Wir waren also äusserst gespannt, als die Maschine sich mit montiertem Schneepflug auf den Weg machte. Zur Freude aller konnte sie die Zufahrt meistern», erzählt Frutig. Der MIC 84 bringt die gewünschte Leistungsstärke und ist dennoch kompakt genug und wendig. Teamchef Steigner war mehr als erleichtert – Schwierigkeiten beim Winterdienst sind seither Schnee von gestern.