Stadt Zug: Abwrackprämie für alte Ölheizungen

Stadt Zug: Abwrackprämie für alte Ölheizungen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Manuela Talenta

Die Stadt Zug setzt in Sachen Heizung voll auf Erneuerbare, um die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft zu erreichen. Deshalb gibt es dieses Jahr eine Abwrackprämie, wenn eine alte Ölheizung durch eine umweltfreundliche Alternative ersetzt wird.

Blick auf die Stadt Zug von Menzingen her
Quelle: 
Manuela Talenta

Die Stadt Zug spricht nicht nur von der 2000-Watt-Gesellschaft. Vielmehr setzt sie konkrete Massnahmen um, die sie je länger je näher an dieses Ziel bringen sollen.

In der Stadt Zug werden neun von zehn Gebäuden fossil beheizt; etwa zur Hälfte mit Heizöl und zur Hälfte mit Gas. Das widerspricht den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft, denen sich Zug durch eine angenommene Volksinitiative im Jahr 2011 verpflichtet hat.

Finanzielle Anreize für teurere Alternative

Wie es in einer Mitteilung heisst, sind noch etwa 1000 Ölheizungen in Betrieb. Viele seien mehr als 20 Jahre alt und würden wohl in den nächsten Jahren ersetzt. Damit die Eigentümer nicht wieder auf eine Ölheizung setzen, sondern eine umweltfreundlichere – aber dafür teurere – Alternative einbauen, will die Stadt Zug eine sogenannte Abwrackprämie zahlen.

Das gilt im laufenden Jahr vorerst für 20 Eigentümer von alten Ölheizungen. Sie erhalten die Prämie, wenn sie sich für ein Heizsystem entscheiden, das mit erneuerbarer Energie betrieben wird. «Ist die alte Heizung 20-jährig und nicht grösser als 40kW, werden 5000 Franken in Aussicht gestellt», schreibt die Stadt. Wer zusätzliche Massnahmen treffe, könne noch weitere Beiträge erhalten.

Stadt unterstützt Ladestationen

Beim Verkehr will Zug ebenfalls den Verzicht auf fossile Treibstoffe unterstützen, und zwar, indem sie die Elektromobilität fördert. Konkret sollen im laufenden Jahr Infrastrukturlösungen für mehrere Ladestationen – insbesondere die Basisinstallation von Systemen mit Lastmanagement – unterstützt werden.

«Die Stadt Zug übernimmt 30 Prozent der Initialkosten bis maximal 5000 Franken», heisst es im Communiqué. Davon könnten vor allem Mehrfamilienhäuser mit mehreren Parkplätzen oder Tiefgaragen profitieren. (mt/mgt)