Gold-Label für Schweizer Energiestädte

Gold-Label für Schweizer Energiestädte

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Teaserbild-Quelle: Bild: Roland Fischer (CC BY-SA 3.0)

36 europäische Energiestädte erhielten am 17. Oktober im KKL in Luzern den European Energy Award Gold. 13 durften das Zertifikat erstmals in Empfang nehmen. Die ausgezeichneten Gemeinden stammen aus Österreich, Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Die deutsche Kommune Saerbeck in Nordrhein-Westfalen schnitt am besten ab.

Mit Zürich, Düsseldorf und dem französischen Besançon erhielten drei europäische Metropolen zum wiederholten Mal das Gold-Label. Mit den insgesamt 13 neuen Gold-Gemeinden tragen nun 112 europäische Kommunen, Städte und Landkreise die Auszeichnung. Die Schweiz stellt mittlerweile 41 Gemeinden. Sieben davon wurden dieses Jahr zum ersten Mal mit dem Gold-Label ausgezeichnet: Grand-Saconnex GE, Meilen ZH, Montreux VD, Uster ZH, Stans NW, Wald ZH und Zuchwil SO.

Instrument zur Qualitätsprüfung

Beim European Energy Award handelt es sich zum einen um eine Auszeichnung für Gemeinden, die ihre umweltpolitische Verantwortung wahrnehmen und Massnahmen zum Klimaschutz umgesetzt haben. Zum anderen ist er ein Managementsystem, mit dem die Gemeinden die Qualität ihrer Energieproduktion und -nutzung bewerten und regelmässig überprüfen können. So erkennen und erschliessen sie Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz. Erfolge bei der Energieeinsparung, der rationellen Energieverwendung und der Nutzung erneuerbarer Energieträger werden zertifiziert. Das Gold-Label des Awards erhält eine Gemeinde, wenn sie mindestens 75 Prozent der möglichen Massnahmen umsetzt. Die diesjährige Siegerin Saerbeck kam auf 90,2 Prozent der beschlossenen und umgesetzten Massnahmen.

Pilotprojekt südlich des Mittelmeers

Die Auszeichnung wird jeweils an der Jahrestagung des Forums European Energy Award vergeben, 2016 im Rahmen des schweizerischen Energietags in Luzern. Das schweizerische Programm Energiestadt ist eine der treibenden Kräfte des European Energy Awards. 2003 schlossen sich Energiestadt, das österreichische Programm «e5 – Programm für energieeffiziente Gemeinden» und das deutsche «Aktionsprogramm 2000 plus» zum European Energy Award zusammen. Heute ist das Forum European Energy Award in acht Ländern präsent. In drei weiteren Ländern führt es Pilotprojekte durch, darunter mit Marokko erstmals in einem Staat südlich des Mittelmeers. Weitere Pilotländer sind Rumänien und die Ukraine. Das Forum hat sich als europäische Austauschplattform für Kommunen, nationale und regionale Energiebehörden und Energiefachleute etabliert. (mgt/nsi)

Die gesamte Liste der mit dem Gold-Label ausgezeichneten Gemeinden und Städte finden Sie hier.