Die Energiewende in Zahlen

Die Energiewende in Zahlen

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Teaserbild-Quelle: Grafik: BFE

Das Bundesamt für Energie (BFE) hat Anfang Oktober die Statistik der erneuerbaren Energien für das Jahr 2015 veröffentlicht. Sie zeigt detailliert auf, mit welchen Energieträgern der Wärme- und Strombedarf im vergangenen Jahr gedeckt worden ist.

Insgesamt stammten 23 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen. Allerdings liegt der erneuerbare Anteil beim Strom (mit 60 Prozent) deutlich höher als bei der Wärmeproduktion (mit 19 Prozent).

Photovoltaik immer wichtiger

Der Löwenanteil des erneuerbaren Stroms stammt aus Wasserkraftwerken (58,4 Prozent). Die sogenannten neuen erneuerbaren Quellen (Wind, Biomasse, Sonne, Abfall) steuerten 2015 gut 4,5 Prozent zur gesamten Stromproduktion bei. Diese lag bei 229 180 Terajoule (TJ), was 63 661 Gigawattstunden (GWh) entspricht.

Gleichwohl hält das BFE fest, dass bei den neuen erneuerbaren Energien ein deutlicher Anstieg der Produktion festzustellen sei. Seit 1990 in absoluten Zahlen am stärksten zugenommen hat die Elektrizitätsproduktion aus erneuerbaren Abfallbestandteilen. Aus dieser Quelle stammten im letzten Jahr 1,87 Prozent unseres Stroms.

In den vergangenen Jahren hat insbesondere die Photovoltaik stark zugelegt. Allein im Vergleich zum Vorjahr wurde 2015 gut ein Drittel mehr Solarstrom produziert. Gleichwohl trägt der Sonnenstrom nach wie vor deutlich weniger als 2 Prozent (1,76) zur Gesamtproduktion bei.

Holzfeuerungen bedeutendste erneuerbare Wärmequelle

Wesentlich geringer als beim Strom ist der Anteil aus erneuerbarer Produktion bei der Wärmeerzeugung. Er beträgt gut 19 Prozent. Über die Hälfte der erneuerbaren Wärme stammt aus Holzfeuerungen. Der Beitrag der Abwärmenutzung aus Abfallverbrennungsanlagen beträgt 14 Prozent. Weitere 27 Prozent wird mittels Wärmepumpen der Umwelt (das heisst der Luft, den Gewässern oder dem Boden) entzogen.

Insgesamt sei die Entwicklung der erneuerbaren Wärmenutzung seit 1990 in allen Bereichen deutlich angestiegen, schreibt das BFE. Bei der solaren Wärmeproduktion konnte seit den neunziger Jahren aber die stärkste (relative) Zunahme registriert werden. In absoluten Zahlen haben aber die Biomasse- und Umweltwärmenutzung seit 1990 den grössten Zuwachs erreicht. (mrm)

Download «Schweizerische Statistik der erneuerbaren Energien 2015» (PDF, 85 Seiten)