Das Blackout blieb aus – Bilanz zum «Experiment Anwil»

Das Blackout blieb aus – Bilanz zum «Experiment Anwil»

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Teaserbild-Quelle: EBL (Genossenschaft Elektra Baselland)/Youtube

142 Anwiler testeten im September die Energiestrategie 2050 auf Herz und Nieren und tauschten während einer Woche ihr Benzin- oder Dieselfahrzeug gegen ein Elektroauto ein. Die Teilnehmer legten zusammen 27‘341 Kilometer zurück und sparten 3,8 Tonnen CO2 ein.

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Der Energieversorger EBL (Genossenschaft Elektra Baselland) und die 572-Seelen-Gemeinde Anwil probten vom 10. bis 15. September 2018 die Umsetzung der Energiestrategie 2050. Das Gemeinschaftsprojekt testete im Alltag, wie sich das Energiesystem durch den technologischen Fortschritt in Mobilität und Wohnen verändert. Dazu wurden für die Bewohner Elektrofahrzeuge samt Ladeinfrastruktur organisiert und zahlreiche Energieberatungen durchgeführt.

Einsparpotenzial von 880 Tonnen CO2 und 320'000 Franken

Die 142 Anwiler, die ihr Benzin- oder Dieselfahrzeug während einer Woche gegen ein Elektrofahrzeug getauscht haben, legten zusammen 27’341 Kilometer zurück. Dank Speisung mit umweltfreundlichem Strom wurden im Vergleich zum Verbrauch von Benzin- und Dieselfahrzeugen 3,8 Tonnen CO2 eingespart: Würden alle Haushalte im Dorf von konventionell auf elektrisch umsteigen, betrüge das Sparpotential 880 Tonnen CO2 pro Jahr. Abzüglich der Stromkosten würden damit Treibstoffkosten von rund 320’000 Franken eingespart.

Energiebedarf wuchs um 8,5 Prozent

Der Strombedarf erhöhte sich während des Experiments um 8,5 Prozent, mit kurzen Leistungsspitzen von bis zu 100 Prozent, doch das Stromnetz blieb stabil. Die dafür benötigte erneuerbare Energie produzierten nämlich 27 Photovoltaik-Anlagen in Anwil, die den Versuch ohne Abschleppdiensteinsatz über die Bühne brachten, wie die Gemeinde in ihrer Medienmitteilung schreibt. (mgt/lfr)

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