Bund aktualisiert die «Schwarze Liste» der Zweitwohnungen

Bund aktualisiert die «Schwarze Liste» der Zweitwohnungen

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Bild: Nesti-stuedi/Wikicommons

Zum dritten Mal seit Inkrafttreten der Zweitwohnungsverordnung am 1. Januar 2013 passt der Bund die Liste im Anhang der Verordnung an. Die Liste führt jene Gemeinden auf, deren Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent des Gesamtbestands der Wohnungen liegt. Diese Gemeinden dürfen keine neuen Zweitwohnungen mehr bewilligen. Ausnahmen sind nur möglich, wenn die Gemeinden die Baubewilligung an eine Bedingung knüpfen, die sicherstellt, dass mit dem Bau touristisch genutzte Zweitwohnungen - so genannte «warme Betten» - entstehen.

Seit der letzten Anpassung im November 2013 wurden 46 Gemeinden aus der entsprechenden Liste im Anhang zur Verordnung über Zweitwohnungen gestrichen. 26 Gemeinden haben den Nachweis erbracht, dass ihr Zweitwohnungsanteil unter 20 Prozent liegt und sie somit nicht mehr der Verordnung unterliegen. Die übrigen 20 Gemeinden werden aufgrund von Gemeindefusionen vom Anhang gelöscht. Sechs Gemeinden werden neu aufgeführt, weil sich bestätigt hat, dass ihr Zweitwohnungsanteil über 20 Prozent liegt. Somit befinden sich aktuell 440 von 2352 Schweizer Gemeinden auf der Liste.

Die 26 Gemeinden, die den Nachweis erbringen konnten, dass ihr Zweitwohnugsanteil unter 20 Prozent liegt: La Ferrière (BE), Frutigen (BE), Ringgenberg (BE), Oberwil im Simmental (BE), Horrenbach-Buchen (BE), Oberhofen am Thunersee (BE), Silenen (UR), Sattel (SZ), Haut-Intyamon (FR), Roggenburg (BL), Schönengrund (AR), Trogen (AR), Reute (AR), Neckertal (SG), Brusio (GR), Tamins (GR), Bex (VD), Sainte-Croix (VD), Essertines-sur-Rolle (VD), Leuk (VS), Port-Valais (VS), Collonges (VS), Dorénaz (VS), Rochefort (NE), La Brévine (NE) und Mettembert (JU).

Die 20 Gemeinden, die von der Liste gestrichen wurden, weil sie fusioniert haben: Plagne (BE), Vauffelin (BE), Lamboing (BE), Gadmen (BE), Cerniat (FR), Charmey (FR), Castrisch (GR), Ladir (GR), Luven (GR), Pitasch (GR), Riein (GR), Ruschein (GR), Schnaus (GR), Sevgein (GR), Duvin (GR), Pigniu (GR), Rueun (GR), Siat (GR), Betten (VS) und Martisberg (VS).

Neu in die Liste aufgenommen: Sauge (BE), Val-de-Charmey (FR), Ilanz/Glion (GR), Bettmeralp (VS), Magliaso (TI) und Haut-Vully (FR). Bei ihnen hat sich bestätigt, dass der Anteil Zweitwohnungen über 20 Prozent liegt.

Die nächste Anpassung der Liste ist im Herbst 2015 vorgesehen. Über Gesuche der Gemeinden, von der Liste genommen zu werden, entscheidet das ARE aber laufend. (mgt/aes)

Bund aktualisiert die «Schwarze Liste» der Zweitwohnungen